Wie die Erlanger Verkehrspolizei mitteilt, war ein 29-jähriger Kraftfahrer mit seinem Sattelzug auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs. Gegen 20.30 Uhr befand er sich zwischen Nürnberg-Nord und Tennenlohe, als er auf einen langsameren Lkw aufschloss. Er setzte zum Überholen an und zog seinen 40-Tonner nach links.

Dabei übersah er einen 72-jährigen Rentner, der mit seinem Pkw neben dem Sattelzug fuhr. Der 72-Jährige zog seinen Ford nach links, um eine Kollision zu vermeiden und verlor dabei die Kontrolle über sein Auto. Das schleuderte gegen die Mittelschutzplanken und anschließend quer über die dreispurige Autobahn, auf den Seitenstreifen.

Die drei Fahrbahnen waren durch den Unfall mit Fahrzeugtrümmern und Schotter aus dem Mittelstreifen übersäht. Das führte zum zweiten Unfall. Ein Monteur näherte sich mit seinem Lieferwagen dem Trümmermeer. Als er es erkannte, bremste er ab. Das wiederum übersah der ihm nachfolgende Pkw-Fahrer, der so flott unterwegs war, dass er nicht mehr anhalten konnte. Völlig demoliert kamen beide Fahrzeuge auf der Überholspur zum Stehen. Glücklicherweise war bei beiden Kollisionen niemand verletzt worden. Die Sachschäden belaufen sich auf rund 16.000 Euro.

Für die Bergung der Fahrzeuge und die Reinigung der Fahrbahnen musste die Erlanger Verkehrspolizei die Autobahn kurzzeitig sperren. Dank des Engagements der angerückten Feuerwehren konnte die Autobahn jedoch recht schnell wieder freigegeben werden.