Beamte der Wasserschutzpolizei haben bei Kontrollen auf der gesamten Länge der Donau zahlreiche Schmuggelaktionen und Schwarzarbeit aufgedeckt. Auch seien die Polizisten auf den kontrollierten Schiffen immer wieder auf Menschen gestoßen, die sich illegal in den jeweiligen Anrainerstaaten aufhielten, bilanzierte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in Nürnberg nach einer länderübergreifenden Kontrollaktion.

Die von 22. bis 24. Juli dauernde "Großkontrolle" sei mit den Behörden aller Donau-Anrainerstaaten abgestimmt gewesen. Sie habe bestätigt, "dass Kriminelle auch auf dem Wasser grenzüberschreitend ihren illegalen Geschäften nachgingen", sagte Herrmann. Bei den Kontrollen seien rund 200 Beamte der Wasserschutzpolizei, des Zolls und der Bundespolizei eingesetzt gewesen.

Im vergangenen Jahr hatten die 150 Beamten der bayerischen Wasserschutzpolizei 2830 Fracht- und Kabinen-Schiffe sowie 1818 Sportboote kontrolliert. Dabei hätten sie mehr als 1600 Verstöße registriert. In 158 Fällen hatten die Beamten Schiffs- und Sportunfälle aufnehmen müssen. Zur Zeit sei der Freistaat dabei, die Polizeiboot-Flotte zu modernisieren. In Würzburg und Lindau, demnächst auch in Schweinfurt, seien bereits moderne Streckenboote im Einsatz.