Der 37-jährige Schiffsführer fuhr gegen 22.30 Uhr mit seinem Fahrgastkabinenschiff in die Schleuse Nürnberg ein. An Bord befanden sich neben dem Personal noch etwa 140 Passagiere. Die Reise sollte nach Bamberg gehen.

Nach ordnungsgemäßer Schleusung öffnete sich das zu Tal liegende Schleusentor, um die Ausfahrt des Schiffs zu ermöglichen. Der Schiffsführer soll aber nach aktuellem Ermittlungsstand der Wasserschutzpolizei Nürnberg das Steuerhaus nicht weit genug eingefahren haben, so dass es bei der Ausfahrt zur Kollision mit der Unterkante des Schleusentores kam. Das komplette Steuerhaus wurde dabei deformiert und zusammengedrückt.

Im weiteren Verlauf konnte das havarierte Schiff noch an der Kaimauer im Unterwasser der Schleuse Nürnberg festmachen. Dort wird es bis zur Schadensbehebung durch eine Fachfirma verbleiben. Die Wasserschutzpolizei hat ein Weiterfahrverbot angeordnet.

Der Notdienst der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung war vor Ort und begutachtete das Schleusentor. Nach erster Inaugenscheinnahme dürfte nur geringerer Sachschaden entstanden sein. Beim FKS liegt ein Schaden von mind. 100 000 Euro vor. Sollten aber nautische Einrichtungen wie z.B. das Radargerät beschädigt worden sein, wird der Schaden wohl noch weit höher ausfallen.

Die Ermittlungen des Wasserschutzpolizei Nürnberg dauern noch an.