Sie gehören zu den erfolgreichsten deutschen Bands und das, obwohl sie so gar keine Mainstream-Musik machen. Die deutschsprachige Rockband Rammstein ist nicht nur in Deutschland sehr erfolgreich, auch in Frankreich, Spanien, Mexiko und den USA haben sie eine große Fangemeinde. Auf diese Länder konzentrierten sich auch die Live-Auftritte der Band in den vergangenen Jahren.

In Europa spielte Rammstein in den vergangenen Jahren immer wieder auf verschiedenen Festivals. 2016 traten die sechs Musiker auf dem Hurricane Festival in Niedersachsen auf, der Auftritt auf dem Schwester-Festival Southside musste wegen starken Unwettern abgesagt werden. 2017 dürfen sich Rammstein-Fans auf Rock im Park und Rock am Ring freuen. Rammstein gehört zu den Headlinern der Open-Air Festivals in Nürnberg und auf dem Nürburgring.


Rock im Park 2017: Die kontroversen Texte der Band Rammstein

Die 1994 in Berlin gegründete Band rund um Till Lindemann wird zur "Neuen Deutschen Härte" - einem Musikstil der etwa Mitte der 1990er Jahre seine Hochphase hatte - gezählt. Die sechs Bandmitglieder - Till Lindemann, Richard Kruspe, Paul Landers, Oliver Riedel, Christoph Schneider und Christian "Flake" Lorenz - verteilen sich in der Bandbesetzung auf Gesang, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboard. Charakteristisch für Die Musik ist der häufige Einsatz von elektronischen Klängen der Synthesizern, die zum Beispiel Klavier- oder Geigenstimmen simulieren. Unverkennbar sind die Lieder der Band dank der tiefen Stimmlage des Sängers Till Lindemann.
Ein Grund für den weltweiten Erfolg der Band, sind nicht zuletzt die Inhalte der Lieder der Band. In ihren Texten thematisieren Rammstein oft mit tabuisierten Themen wie Sexuellem Missbrauch, Inzest, Homosexualität oder Sadomasochismus. Besonders in den anfänglichen Jahren wurde Rammstein oft vorgeworfen rechtsextreme Tendenzen zu haben. Die eindeutigste Antwort auf diesen Vorwurf gab die Band im Jahr 2001 mit der Veröffentlichung ihres Liedes "Links 2-3-4", mit dem sie sich klar ins politisch linke Feld positionieren.


Feuer und Flammenwerfer auf Festivalbühnen

Ein Markenzeichen von Rammstein ist die spektakuläre Bühnenshow, bei der sich alles um das Element Feuer dreht. Die ausgeprägte Leidenschaft für Pyrotechnik hat die Band vermutlich ihrem Frontmann Till Lindemann, einem ausgebildeten Pyrotechniker, zu verdanken. Brennende Mikrophonstative, Rauch- und Funkenwerfer und Flammenwerfer, die von einigen Bandmitgliedern als Maske getragen werden, heizen die Bühne auf. Das bekommen auch die Konzertbesucher in den ersten Reihen zu spüren.
Bei dem Lied "Engel" trägt Till Lindemann häufig eine Feuerstöße abgebende Flügelkonstruktion aus Stahl auf dem Rücken. Bei den Festivalauftritten 2016 wurde dieses Showelement dahingehend erweitert, dass Lindemann an einer Seilkonstruktion samt Feuer-Flügeln in die Lust gehoben wurde und so als Engel über der Bühne schwebte.


Rammsteins Konzertfilm als Vorfreude auf Rock im Park 2017

An drei Tagen im März diesen Jahres wurde der Konzertfilm "Rammstein: Paris" in ausgewählten Kinos in Deutschland und 44 anderen Ländern gezeigt. Er zeigt die Bühnenshow von 22 Songs des Konzertes in Paris während der "Made in Germany 1995-2011"-Tour im Jahr 2011. Fans, die schon im Kino mit den Fingerspitzen rhythmische zu den Gitarren-Riffs auf die Armlehnen eingetrommelt haben, müssen sich nicht mehr lange gedulden, bis sie die spektakuläre Bühnenshow am 4. Juni auch live bei Rock im Park 2017 zu sehen bekommen. Rammstein tritt am Festival-Sonntag um 21.30 Uhr auf der Zeppelin Stage auf.