Wie die Stadt Nürnberg am Montag in einer Pressemitteilung berichtet, wurden am Wochenende als Folge der aktuell vorherrschenden Inversionswetterlage an den städtischen Luftmessstationen am Jakobsplatz und am Flughafen deutlich erhöhte Feinstaub-Konzentrationen gemessen.

Inversionswetterlage bedeutet, dass sich die Luftschichten nicht vermischen, da sie eine unterschiedliche Temperatur und damit Dichte haben. Zum Wikipedia-Eintrag Inversionswetterlage.

Sie lagen über dem Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. An der verkehrsnahen Luftmessstation des Bayerischen Landesamts für Umwelt in der Von-der-Tann-Straße setzte dieser Effekt bereits deutlich früher, nämlich am Mittwoch,18. Januar 2017, ein.

Hier werden zusätzlich Feinstaubanteile aus dem reichlich ausgebrachten Streusalz erfasst, das nun trocken auf den Straßen liegt und von den Fahrzeugen immer wieder aufgewirbelt wird.

Bis zum Sonntag, 22. Januar, kam es so zu fünf Überschreitungen bei den Tagesmittelwerten für die Feinstaub-Fraktion PM10. Die Messstation Jakobsplatz wird von den Streusalzeffekten hingegen nur wenig beeinflusst.

Am Wochenende stieg die Luftbelastung mit Feinstaub, aber auch mit Stickoxiden witterungsbedingt soweit an, dass es auch an dieser Luftmessstation zu zwei Grenzwertüberschreitungen beim Tagesmittelwert für den Feinstaub kam.