Die 85-jährige Anneliese Morchutt wurde in der Nacht von Samstag (22.06.2013) auf Sonntag (23.06.2013) von unbekannten Tätern in ihrer Wohnung in der Elsässer Straße überfallen und getötet.

Die zur Aufklärung dieses Verbrechens eigens bei der Nürnberger Kriminalpolizei gegründete "Sonderkommission Elsass" hat im Rahmen ihrer akribischen Ermittlungen auch das seinerzeit am Tatort gesicherte Beweismaterial mit kriminaltechnischen Methoden durch das Institut für Rechtsmedizin in Erlangen untersuchen lassen. Laut Polizeiangaben konnten dabei bislang zwei unterschiedliche, tatrelevante männliche DNA-Spuren nachgewiesen werden. Daher können nunmehr im Rahmen der Reihenuntersuchung gewonnene Vergleichsproben mit der gesicherten DNA abgeglichen werden.

Sowohl die aktuellen Ermittlungen, in die auch die operative Fallanalyse des Polizeipräsidiums München zur Erstellung eines Täterprofils eingebunden war, als auch zwei Fahndungsaufrufe mit Auslobung und ein Filmbeitrag in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" erbrachten bislang keine Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führten.

Daher beschloss das Amtsgericht Nürnberg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Durchführung einer DNA-Reihenuntersuchung. Rund 1000 Männer erhalten in den nächsten Tagen eine schriftliche Einladung der "Sonderkommission Elsass" mit der Bitte, an der Aufklärung mitzuwirken.

Betroffen sind Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, die in einem bestimmten Zeitraum einen Bezug zur näheren Umgebung des Tatortes hatten. Sei es, dass sie dort wohnhaft sind oder waren bzw. sich aufgrund festgestellter Kommunikationsdaten dort aufgehalten hatten.

Die Abgabe der Speichelprobe ist freiwillig. Die Ergebnisse dürfen nur zur Aufklärung der Tat in der Elsässer Straße verwendet werden. Die DNA-Proben werden auch nicht zur Identifizierung in anderen Ermittlungsverfahren gespeichert.

Das Hinweistelefon der "SOKO Elsass" ist weiterhin unter der Rufnummer 0800 7766320 erreichbar. pol