Furchterregende Vampire, höllische Dämonen: Das Germanische Nationalmuseum hat einen "Horror-Film" aus der aktuellen Ausstellung "Monster" verbannt. Allerdings nur für kurze Zeit, wie die Sprecherin des Museums am Dienstag in Nürnberg versichert. "Die Videoinstellation mit Ausschnitten aus 100 Grusel- und Horrorfilmen soll bald wieder gezeigt werden", verspricht Sonja Mißfeldt.

Derzeit baue das Museum einen Sichtschutz, damit nur Erwachsene die Gruselszenen sehen können. Zuvor hatten sich einige Besucher der Ausstellung über die offen gezeigten Videobilder beschwert. Besonders Kinder, räumt die Sprecherin ein, könnten einige Bilder als schockierend empfinden. Eine Flut an kritischen Stimmen habe es jedoch nicht gegeben. Aber selbst die wenigen kritischen Kommentare nehme das Museum zum Anlass, diese "elegante Kompromisslösung" jetzt anzugehen.

Der strittige Streifen könne voraussichtlich in der nächsten Woche schon wieder gezeigt werden. "Wir wollen die Videoinstallation schnell wieder präsentieren, weil diese künstlerische Arbeit unbedingt zur Ausstellung dazu gehört", betont Museumssprecherin Mißfeldt. Die "Monster"-Schau ist noch bis zum 6. September in Nürnberg zu sehen.