Die Organisatoren des Nürnberger Tennisturniers haben nach der Premiere ein weitgehend positives Fazit gezogen und wollen die Veranstaltung langfristig als zweites deutsches Damen-Event etablieren. "Der Standort Nürnberg ist gesetzt, das ist für 2014 und 2015 keine Frage", sagte Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherungsgruppe, die auch Namensgeber der neuen Sandplatz-Veranstaltung ist. Als Hauptsponsor denke man "in langfristigen Dimensionen", betonte er in der Bilanz-Pressekonferenz.

Auch Turnierdirektorin Sandra Reichel bekannte sich zu Nürnberg. "Ich habe von Anfang an gemerkt, da wächst was", sagte die 41-Jährige von der österreichischen Vermarktungsagentur MatchMaker Communication. Nürnberg ersetzte in diesem Jahr erstmals das Turnier in Barcelona und ist nun neben Stuttgart die zweite Gelegenheit für die deutschen Spielerinnen für Auftritte vor heimischem Publikum. "Es war ein tolles Turnier, super organisiert, eine perfekte Woche für das deutsche Damen-Tennis", sagte Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner.

Auch die Spielerinnen waren voll des Lobes für die einwöchige Veranstaltung auf der idyllischen Anlage des Tennisclubs 1. FC Nürnberg am Valznerweiher. "Es war ein fantastisches Publikum. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wiederkommen und vielleicht noch einen draufsetzen kann", sagte Andrea Petkovic am Samstag nach ihrer 3:6, 3:6-Niederlage im Endspiel gegen die Rumänin Simona Halep.

Lob von den Teilnehmerinnen

Die im Halbfinale an Petkovic gescheiterte ehemalige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic ("Ein wunderschöner Centre Court, ich habe mich hier sehr willkommen gefühlt") oder Deutschlands Nachwuchshoffnung Annika Beck ("Die Anlage ist super-schön, alles war sehr gut organisiert") zollten den Veranstaltern ebenfalls Respekt.
An den sechs Turniertagen seien rund 13.000 Zuschauer gekommen, was einer Auslastung von 75 Prozent entspreche, sagte Reichel. Das Finale war offiziell ausverkauft, doch einige der 2000 Plätze auf dem Centre Court waren am Samstagnachmittag dennoch leer geblieben.

Optimierungsbedarf gebe es noch bei der Infrastruktur und der Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg. "Man muss da geduldig sein. Ich glaube aber schon, dass der Stadt bewusst ist, dass es etwas Großes sein kann, ein weiterer Standort auf der WTA-Tour zu sein", sagte Reichel. Zudem versuche man, für die kommenden Jahre noch "zwei, drei" größere Partner als Sponsoren zu gewinnen. dpa