Am Samstagnachmittag gingen viele Blicke von Bürgern in Richtung Himmel über Nürnberg. Grund war der Frankenballoncup 2016.
Dank des Kaiserwetters konnten beim Frankenballoncup 31 Heißluftballons machten sich am Nachmittag unter den Augen von rund 3000 Zuschauern auf dem Vorfeld des Albrecht Dürer Airports Nürnberg starten.


Doch was genau ist der Frankenballoncup eigentlich?

Beim Frankenballoncup handelt es sich um eine Wettfahrt. Eine Aufgabe davon ist eine sogenannte "Fuchsjagd". Hierbei startet ein Ballon vorneweg, der Fuchs, und bleibt etwa eine Stunde in der Luft. An seinem Landeort legt der "Fuchs" schließlich ein Zielkreuz aus. Die Aufgabe der nachfolgenden Ballons ist nun, einen "Marker", das ist ein kleines Sandsäckchen mit langer Fahne, möglichst dicht am Zielkreuz abzuwerfen. Wer die geringste Ablage hat, gewinnt.


inFranken.de-Mitarbeiter ist bei Fuchsjagd dabei

Gegen 14.45 Uhr war es dann endlich soweit. Der "Fuchs", der Albrecht Dürer-Ballon startete.Nun konnten sich auch die restlichen 30 Ballons auf ihren Start vorbereiten. Manfred Eckstein, der Präsident des Frankenballon-Vereins hat inFranken.de eingeladen und einen atemberaubenden Blick über Nürnberg ermöglicht. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein ging die ruhige Fahrt in südwestliche Richtung.


Das Zielkreuz des Fuchses hatte der Ballon von Eckstein aufgrund der wechselnden Windrichtung in etwa 1000 Metern Höhe leider etwas verfehlt.

Nach rund einer Stunde Fahrt überquerten er den beschaulichen Markt Cadolzburg. Hier wurde der Ballon auch gleich von Besuchern im Aussichtsturm lautstark begrüßt.

Nach einer Gesamtstrecke von 19,2 Kilometern und einer Fahrzeit von einer Stunde und 21 Minuten setzte der Ballon wird westlich von Cadolzburg auf einem Stoppelfeld zur Landung an. Jetzt hieß es noch einmal zusammen helfen und die Ballonhülle sowie den Korb wieder ins Begleitfahrzeug laden.


Ballon-Taufe für Flughafen-Mitarbeiterin


Für die 26-jährige Nadine, die als Fluglotsin am Airport Nürnberg arbeitet, gab es nach der Landung dann noch etwas Besonderes. Wie es die alte Tradition vorschreibt, erhält jeder nach seiner ersten Ballonfahrt die Ballon-Taufe. Diese erfolgt mit Feuer und Sekt, der über den Kopf des Getauften geschüttet wird.

Präsident Manfred Eckstein, der schon seit 21 Jahren Pilot ist, lobte alle Mitfahrer für diese hervorragende Zusammenarbeit beim Start und der Landung: "Es war eine wundervolle Fahrt".