Der geschädigte Nachbar des Beschuldigten beobachtete in den letzten Monaten immer wieder, dass auf seinem Grundstück im Nürnberger Stadtteil Katzwang bereichsweise keinerlei Flora mehr wuchs. Alle gärtnerischen Maßnahmen bis hin zum Austausch des Erdreiches brachten nicht den gewünschten Erfolg. Letztlich wandte sich der Mann an die Polizei, die im Laufe ihrer Ermittlungen einen Verdacht gegen den Nachbarn herausarbeitete.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth erließ nun ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Nürnberg einen Beschluss zur Durchsuchung der Wohnräume des 64-Jährigen. Der Tatverdacht gegen ihn hatte sich erhärtet.

Am 08.04.2015 vollzog man den Durchsuchungsbeschluss und fand belastendes Beweismaterial. Dazu gehörte auch eine Substanz, die nach Angaben eines Gutachters gesundheitsgefährdend und hochgiftig zu sein scheint. Diese soll der Beschuldigte mehrfach in die Erde seines Nachbarn eingebracht haben. In Bodenproben des betroffenen Grundstücks ließ sich diese Substanz nachweisen. Letztlich legte der Beschuldigte ob der vorhandenen Fakten ein umfassendes Geständnis ab und räumte die Tatvorwürfe gegen ihn ein.

Nach vorläufigen Angaben des Gutachters wird wohl das Erdreich des Gartens abgetragen werden müssen. Zurzeit wird geprüft, ob auch das Grundwasser in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Das Gartengrundstück hat eine Fläche von etwa 500 Quadratmetern.

Der beschuldigte Rentner wird nun unter andrem wegen Sachbeschädigung und Bodenverunreinigung angezeigt. Die Ermittlungen der Polizei Nürnberg-Süd dauern noch an.