Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen zwei Mitarbeiter einer Baufirma wegen nicht ausreichender Indizien vor einer Woche abgelehnt. Gegen diese Entscheidung legte die Anklagebehörde Beschwerde ein, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Zur Begründung der Beschwerde äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

Das Feuer im Dezember 2014 galt als erster großer Anschlag einer Serie von Brandstiftungen in Asylbewerberheimen in Deutschland. Wegen Hakenkreuzen und einer ausländerfeindlichen Parole auf dem Gebäude waren die Ermittler zunächst von einem fremdenfeindlichen Motiv ausgegangen. Im vergangenen Sommer nahm die Polizei dann jedoch den Chef einer Baufirma und einen Mitarbeiter fest. Aus Sicht der Ankläger wollten sie mit dem Feuer die Baufirma vor dem Bankrott retten: Beim Brandschutz wären demnach Nachbesserungen in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro in kürzester Zeit nötig gewesen.