Etwa 135 000 Kunst- und Kulturfans haben am Samstag während der "Blauen Nacht" die Nürnberger Innenstadt bevölkert. Sechs Stunden lang gab es 300 Programmpunkte an 80 Veranstaltungsorten zu sehen. "Wir sind sehr zufrieden, es war eine sehr entspannte blaue Nacht", zog ein Sprecher des Kulturreferats am Sonntag eine durchweg positive Bilanz.

Die Altstadt war in der Nacht blau beleuchtet. Das Motto lautete in diesem Jahr "Freiheit". Das Staatstheater bespielte für die Aktion erstmals alle Häuser mit einem speziellen Programm. Die "Blaue Nacht" war zugleich eine Gelegenheit, bereits laufende Ausstellungen kennenzulernen - etwa die Schau "Gesichter" im Neuen Museum oder die Porträts von Gisèle Freund im Kunsthaus.

Im Germanischen Nationalmuseum waren archäologische Funde zu sehen, die einst im Kriegsschutt entdeckt wurden - vom Porzellangeschirr über Kinderspielzeug bis hin zum Autowrack. Und an die Fassade der Nürnberger Kaiserburg wurde eine Bildgeschichte über eine Überwachungsdrohne projiziert.