Für Toleranz und Vielfalt und gegen Fremdenhass hat Nürnberg am Freitag von 16 Uhr bis 17 Uhr ein Zeichen gesetzt. Die Stadt und mehrere gesellschaftliche Gruppen hatten am Kornmarkt zu einer Kundgebung eingeladen - Hauptredner war ist Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD).

Knapp 3000 Nürnberger waren trotz kalten Wetters und Schneegestöber gekommen, um ein Bekenntnis zu Demokratie, Meinungsfreiheit und Vielfalt abzugeben. Die Kundgebung sollte Auftakt sein für zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Einrichtungen im ganzen Jahr - unter dem Motto: "Nürnberg hält zusammen". Die Stadt will dazu eine Info-Seite im Netz schalten.

Oberbürgermeister Maly beschwor bei der Kundgebung "Für Vielfalt und Toleranz" den Zusammenhalt der Nürnberger Stadtbevölkerung. "Nürnberg ist ein Nürnberg für Evangelische, Katholische, Juden, Muslime, Angehörige anderer Religionen und Nicht-Gläubige". Er kündigte an, dass unter dem Motto "Nürnberg hält zusammen" in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen unterschiedlicher Organisationen stehen. Unter anderem werde es einen "Interreligiösen Dialogzug" geben, der vom Ort der ehemaligen Synagoge über das Rathaus und christliche Kirche bis zur Eyüp-Sultan-Moschee führen soll.

Außerdem warnte Maly vor dem Pegida-Ableger in Nürnberg. "Die, die da unter Nügida als örtliche Vertreter der sogenannten Pegida-Bewegung auftreten, sind weder Volksversteher noch Volksvertreter. Das sind einschlägig bekannte Figuren aus der rechten Szene - das sollen alle wissen, die sich vielleicht überlegen, solchen Leuten nachzulaufen", sagte Maly bei einer Kundgebung. dpa/epd/dvd