In einem unterhaltsamen bayerisch-fränkischen Duell siegte der FCN am Samstag mit 1:0 (1:0) bei den "Löwen" und verkürzten als Dritter den Abstand auf den Tabellenzweiten SC Freiburg auf nur noch zwei Zähler.

Patrick Erras (23. Minute) bescherte der Elf von Trainer René Weiler vor 51 200 Zuschauern völlig verdient die zehnte ungeschlagene Partie in Serie. Matchwinner war aber der 37-jährige Schäfer, der die Hausherren mit seinen Glanzparaden zur Verzweiflung brachte. Die Münchner kassierten zum Pflichtspielstart 2016 ihre vierte Niederlage in Serie und bleiben mit mickrigen 14 Punkten Vorletzter.

Nach nicht einmal zwei Minuten startete Schäfer gegen den komplett glücklosen Rubin Okotie seine One-Man-Show. Reihenweise entschärfte er die Angriffe der laufstarken Hausherren. Ob bei einem Kopfball von Christopher Schindler (4.) oder wieder bei Okotie (9.) - stets war der Routinier zur Stelle und hielt seine in der Defensive arg wacklige Mannschaft im Spiel.


Viel zu viele Freiräume


In Jan Mauersberger, Levent Aycicek und Sascha Mölders hatte "Löwen"-Coach Benno Möhlmann gleich drei Neuen das Vertrauen geschenkt. Und vor allem Aycicek machte auf der rechten Außenbahn viel Druck. Für den ganz großen Dämpfer für die Münchner sorgte Erras, der nach einer Stafette über den agilen Neuzugang Zoltan Stieber und den nie zu bändigenden Guido Burgstaller mit einem feinen Schuss von der Strafraumgrenze die Führung für den 1. FC Nürnberg markierte.

Viel zu viele Freiräume boten sich in den Mittelfeldreihen beider Teams. Der "Club" aber hatte Schäfer. Schüsse von Okotie (30.), Michael Liendl (31.) und Mölders (33.) - der frühere Stuttgarter war einfach nicht zu bezwingen. Kurz vor der Halbzeit vergab Niclas Füllkrug (43.) sogar die Riesenchance zum 2:0 der Gäste.


Schäfer als Matchwinner


Die Nürnberger behielten ihre auf Kontrolle ausgelegte, abwartende Spielweise bei, 1860 hatte bis auf einen Kopfball von Schindler (59.) zunächst keine größere Chance auf den Ausgleich. Die Fehlpässe bei den "Löwen" häuften sich nun, zündende Ideen fehlten ihnen. Die in der Deckung deutlich sichereren Franken indes drängten. Bei Okoties (76.) nächstem Torversuch war Schäfer wieder hellwach. Burgstaller (84.) vergab dann sogar noch eine Riesengelegenheit, um die Führung auszubauen.

Vier Minuten vor dem Ende wurde Schäfer endgültig zum Matchwinner, als er zweimal in allerhöchster Not rettete und sich schließlich verdient feiern lassen konnte.