Nach dem Tanzinsel Open Air in Gemünden am Main zieht die Polizei am Montag Bilanz. Neben einigen Drogendelikten gab es auch eine Körperverletzung und Diebstähle zu beklagen.

Bei Personenkontrollen, die im Rahmen der "Tanzinsel" im Bahnhofsbereich und am Schutzhafen stattfanden, wurden bei insgesamt acht Personen Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Dabei ging die Bandbreite der verbotenen Substanzen von Marihuana, Amphetamin, Ecstasy bis LSD, welches die Beschuldigten im Alter zwischen 17 und 43 Jahren mitführten.

Mehrere Drogendelikte

Im Fall des 17-Jährigen, der mit einem Joint erwischt worden war, wurde dessen Mutter verständigt, die dem Sohn aber ein Verbleiben auf dem Festival erlaubte.

Bei einem 23-Jährigen, der mit mehreren Joints erwischt wurde, führte die Polizei an der Wohnadresse Nachschau mit Einverständnis des Beschuldigten durch. Dabei wurden 18 Gramm Amphetamin, sowie geringe Mengen Haschisch und Marihuana aufgefunden und sichergestellt.

Bei der Personenkontrolle einer 18-Jährigen wurde der Personalausweis einer Frau aufgefunden, der bei einem Diebstahl im November 2017 in Aschaffenburg weggekommen ist. Hier müssen noch Ermittlungen geführt werden.

Tanzinsel: Über sechs Meter langer Baumstamm trifft Frau am Rücken

Seine Kräfte überschätzt hat wohl ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Würzburg. Er wollte am Schutzhafen einen ca. 6,5 Meter langen und 10 cm dicken Holzstamm vom Boden des Festivalgeländes wuchten. Dabei verlor er aufgrund des Gewichtes und der Länge die Kontrolle über den Holzstamm. Dieser fiel zu Boden und traf eine gleichaltrige Frau am Rücken. Sie erlitt Prellungen und Schürfwunden.

Frau schlägt 27-Jährige ins Gesicht

Bislang wurde lediglich eine Körperverletzung im Zusammenhang mit der Tanzinsel angezeigt. Dabei soll eine 25-jährige Frau eine 27-Jährige auf Höhe der Sparkasse in der Fußgängerzone mit der Faust auf die Nase geschlagen haben, so dass die 27-Jährige Nasenbluten davontrug. Das Ganze spielte sich nach der Veranstaltung gegen 23.10 Uhr ab. Sollten Zeugen den Vorfall beobachten haben und Hinweise geben können, werden sie gebeten, sich mit der Polizei Gemünden in Verbindung zu setzen.

Aus Sicht der Polizei gab es bei der Veranstaltung keine größeren Probleme und die Einsatzkräfte waren mit dem Verlauf zufrieden. Die Beamten der Polizeistation Gemünden wurden durch Fremdkräfte benachbarter Dienststellen sowie der Bundespolizei unterstützt.