Mit den nötigen Arbeiten soll Anfang des kommenden Jahres begonnen werden. Dabei wird die bestehende Straße "Am Westhang" so verlängert und in T-Form ausgebaut, dass über diese Zufahrt zehn Grundstücke erschlossen werden können.

In dem seit Jahren rechtskräftigen Bebauungsplan ist ein Neubaugebiet mit insgesamt 27 Grundstücken abgebildet. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung ist es jedoch fraglich, ob all diese innerhalb der nächsten Jahre benötigt werden. Man möchte eine Splittersiedlung sowie Leerstände im Kernbereich vermeiden und auch nicht in so große finanzielle Vorleistung gehen, wie es für eine Vollerschließung nötig wäre - mit rund 600 000 Euro müsste man rechnen. Deshalb stimmte der Stadtrat am Montag für eine Teilerschließung mit geschätzten Kosten von 250 000 Euro. Noch heuer soll bei Baufirmen angefragt werden. Roland Lowig von der Wählervereinigung Leuchsental-Jura sprach schon jetzt die Bitte aus, bei regem Interesse mit der Erschließung zügig fortzufahren.

Überlegungen zum Eichenweg

Veränderungen stehen für den Bebauungsplan im Bereich Lichtenfels-Eichenweg an. Diesen Beschluss fasste der Stadtrat bei einer Gegenstimme (Sabine Rießner, CSU). Auslöser für die Überarbeitung war die Anfrage des dortigen Altenwohn- und Pflegeheims Elisabeth nach einer Erweiterungsmöglichkeit. Die Gesamtsituation am Eichenweg - Bushaltestelle, fehlende Parkplätze etc. - ist aus Sicht der Verwaltung nicht zufriedenstellend und in diesem Zusammenhang mit zu überdenken. Die Änderung des Bebauungsplanes wird also nicht allein deshalb gemacht, um die rechtlichen Voraussetzungen für einen Anbau des Altenheimes zu schaffen. Ob es für eine solche Erweiterung überhaupt Bedarf gibt, diese Frage soll eine Sozialraumanalyse beantworten. Die Stadt wird sie demnächst in Auftrag geben, wie es im Strategieentwicklungsprozess "Vision 2030" angeregt worden war.