Die frühere Pinselfabrik Schorr bekommt nicht nur einen neuen Anstrich, sie wird komplett abgetragen. Momentan laufen die Vorarbeiten zum Abbruch der fünf Gebäude, die zwischen 1946 und den 1960er-Jahren errichtet worden waren.

Die Lagerräume und Produktionsstätten sind bereits entkernt, nun werden die Abfallmaterialien penibel getrennt und für die Entsorgung oder fürs Recycling vorbereitet. Der eigentliche Abriss des eckigen Zweckbaus und seiner Nebengebäude ist für Mitte August geplant.

Anschließend wird auf dem rund 4300 Quadratmeter großen Areal zwischen Bamberger Straße, Jahn- und Angerstraße der "Wohnpark Schorr" entstehen. Die Staffelsteiner Firma Massiv-Komfort-Bau (MKB) übernimmt die Bauträgerschaft und die Ebensfelder Firma Raab führt die Bauarbeiten aus. Geplant wurde das Projekt von Architekt Joachim Schlund, um den Verkauf und die Vermietung kümmert sich der Immobilienberater Peter Schlund.

Insgesamt werden hier 23 Wohneinheiten geschaffen - zehn Zwei-Zimmer-Wohnungen, acht Drei-Zimmer-Wohnungen und fünf Penthousewohnungen mit Dachterrassen. Bei rund 8850 Kubikmetern umbautem Raum entstehen insgesamt ca. 2020 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungen werden zwischen 73 und 122 Quadratmeter groß sein.

Barrierefreies Bauen

Beim Planen der Neugestaltung des Schorr-Geländes, sagt Joachim Schlund, habe er Wert auf die Reduzierung der überbauten Fläche gelegt. Bisher waren rund 1516 Quadratmeter des Areals bebaut, der künftige Wohnpark wird nur etwa 750 Quadratmeter Boden versiegeln. Das bedeutet konkret: Künftig sind hier wesentlich mehr Grünflächen vorhanden. Dass das möglich werde, sei der konzentrierten Bauweise zu verdanken, sagt der Architekt. Statt der bisherigen fünf Einzelgebäude soll nur noch ein Baukörper hier stehen.

"Manch anderer Bauträger würde die doppelte Zahl an Wohnungen auf ein Grundstück dieser Größe packen", sagt Joachim Schlund. Das habe er bewusst vermieden. Seiner Meinung nach führe eine attraktive Gestaltung der Außenanlagen zu einer höheren Wohnqualität.

Der Wohnpark erhält zwei Zufahrten zur Jahnstraße. Die Wohnanlage ist so konzipiert, dass sie für junge und alte Menschen attraktiv ist - barrierefreies Bauen ist Joachim Schlund sehr wichtig.