Die Salzhalle im Kreisbauhof in Bad Staffelstein ist wieder voll, 1000 Tonnen lagern dort. "Das könnte bis zum Ende des Winters reichen", überschlägt Heiko Tremel, Leiter des Kreisbauhofes. Januar, Februar, März - 1000 Tonnen geteilt durch drei Monate, das sind 333 Tonnen. Mit 360 bis 400 Tonnen rechnet man im Mittel im Monat, sagt Tremel, doch das Wetter rechnet oft anders.

Die zwei Wochen zu Beginn des Dezembers seien nicht der normale Winter gewesen wie man ihn kenne, meinen Tremel und sein Stellvertreter Franz Winkler. "Es ist schade, dass sich der Winter verlagert", sagt Winkler. Kräftiger Anfang, dann Pause rund um Weihnachten, "und Ende Januar, Anfang Februar folgt dann noch einmal knackige Kälte".

So gesehen hat sich der Winter bisher gewohnt ungewohnt gezeigt: Der erste Einsatz des Kreisbauhofes in dieser Wintersaison datiert bereits vom 27. Oktober, damals musste Glätte auf den Jura-Höhen abgestreut werden, in diesem Monat landeten 15 Tonnen Salz auf den Kreisstraßen.

Im November verzeichnete Tremel eine Menge von 36 Tonnen, bis es dann, pünktlich zum 1. Dezember, so richtig losging. "Wir sind täglich Einsätze gefahren, neunmal zusätzlich am Abend", blickt er auf die Zeit zwischen 1. und 18. Dezember zurück. "Auf dem Jura mussten wir auch ein paar Mal die Schneefräse einsetzen. Dort lagen bis zu 30 Zentimeter Schnee", ergänzt Winkler.


482 Tonnen in 18 Tagen

In diesen 18 Tagen streuten die sechs Einsatzfahrzeuge zusammen 482 Tonnen Salz. Mit 104,2 Tonnen landete etwa ein Viertel davon auf einer der drei kurzen Bergtouren um Weismain (36 Kilometer). Das entspricht einer Menge von knapp 2,9 Tonnen pro Kilometer. Im Maintal dagegen brauchte man deutlich weniger. Auf der 42 Kilometer langen Tour Bad Staffelstein/Birkach streute der Lkw der Firma Kraus etwa 69 Tonnen - das entspricht einem Schnitt von 1,62 Tonnen pro Kilometer.

Der Unterschied zeigt: Streuen ist nicht gleich Streuen. Denn wo es nicht glatt wird, landet auch kein Salz auf der Straße. Oder nicht so viel. Zwischen fünf und 40 Gramm pro Quadratmeter kann die Salzmenge variieren, auch die Streubreite und -art (symmetrisch oder asymmetrisch) lassen sich an einem Display im Streufahrzeug einstellen. "Wir haben gute Mitarbeiter, jeder hat seine feste Route. Die kennen ihre Ecken", sagt Tremel.


Große Schwankungen

Wieviel Salz man am Ende des Winters verbraucht haben wird? Die Saison 2011/2012 verlief in der Beziehung vergleichsweise mild: 923 Tonnen Salz benötigte damals der Kreisbauhof, ein Jahr zuvor waren es fast 1900 Tonnen - und da das Salz nicht reichte und ausging, streute man zusätzlich 626 Tonnen Splitt.

Im Durchschnitt könne man mit einem Schnitt von etwa 1500 Tonnen Salz pro Wintersaison rechnen, überschlägt Tremel. Aber das Wetter rechnet oft anders.