Redebedarf gab es in der Gemeinderatssitzung. Hauptgrund dafür war einmal mehr die Nutzung des "Oudlahauses" (Marktplatz 10). So legte Architekt Gerd-Peter Lauer zuerst einen Sachstandsbericht Sicht vor.

Er erklärte, dass das Haus, obwohl es viele Schäden hat, renovierungsfähig sei. Die wichtigste Frage war, ob es Sinn macht, das Gebäude als "Haus der keltischen Künste Oberfrankens" zu nutzen oder für Mieter bewohnbar zu machen. In der ersten Variante sei mit einem Zuschuss von 80 Prozent Fördermitteln zu rechnen, bei Wohnungen nur mit 35 Prozent, erklärte Bürgermeister Jochen Partheymüller. Durch zu erwartende Mieteinnahmen werde sich das Ganze nicht viel nehmen, meinte der Architekt.

Dies sah 2. Bürgermeister Georg Bülling (CSU) ganz anders. "Bei einer Vermietung von Wohnraum müssen wir 20 bis 30 Jahre warten, bis das Haus schwarze Zahlen schreiben würde." Auch für ein "Haus der keltischen Künste Oberfrankens" könne er sich nicht begeistern. Es seien in der Marktgemeinde andere kostenintensive Projekte offen, für die jeder Cent benötigt werde. Er sei für einen Abriss samt Nebengebäude. Ein Abriss wäre nicht sinnvoll, meinte Gerd-Peter Lauer, da das Gebäude auf dem Marktplatz ortsprägend sei und eine schwer zu füllende Lücke entstehen würde.

Matthias Partheymüller (FW) befand eine Renovierung des "Oudlahauses" als möglich. Es seien schon Gebäude mit schlechterer Bausubstanz renoviert worden.

10 000 Euro für Notsicherung

Dennoch müsse in Anbetracht des bevorstehenden Winters eine Notsicherung durchgeführt werden. Diese würde rund 10 000 Euro kosten. Es würde dadurch auch Zeit gewonnen werden, um im Frühjahr dann richtig in die Planungen einzusteigen. Letztendlich stimmten die Räte mit 8:5 Stimmen für eine Notsicherung.

Zum Sachstand beim Thema Integrierte ländliche Entwicklung (ILE) mit den Nachbargemeinden konnte Bürgermeister Jochen Partheymüller bekannt geben, dass es demnächst Ortsbegehungen aller teilnehmenden Gemeinden geben werde. Kernpunkt eines solchen Entwicklungskonzeptes sei die Förderung von gemeinsamen Projektvorhaben bis zu 75 Prozent bzw. 70 000 Euro je Konzept.

Die Bauanträge von Christian Stumpf auf Neubau eines Wohnhauses, von Theresia und Christian Bülling auf Errichtung eines Einfamilienhauses und von Roland und Karin Hümmer auf den Bau eines Hühnerstalles wurden einstimmig befürwortet.