Rechtzeitig vor dem Beginn der neuen Urlaubssaison fand ein großes Gemeinschaftswerk seine Vollendung. Die neue Wanderkarte für Altenkunstadt-Burgkunstadt-Weismain konnte vorgestellt werden. Sie bietet eine ganze Fülle von erlebnisreichen Touren und dürfte deshalb für die Einheimischen im gleichen Maße wie alle Wanderlustigen und Urlauber interessant sein.

Es war diesmal ein außerordentlich freudige Anlass, der die Bürgermeisterin Christine Frieß und ihre Amtskollegen Udo Dauer und Robert Hümmer vereinte, denn nach langen und sicherlich auch etwas anstrengenden Monaten waren alle Bilder, Materialien und Touren so weit zusammengestellt, dass die neue Wanderkarte in Druck gehen konnte. Am vergangenen Montag war es dann so weit - das reich bebilderte Werk, auf das viele schon lange gewartet haben, konnte vorgestellt werden.


Natur und Geschichte

In Altenkunstadt bietet sich die Möglichkeit, ausgehend vom Main-Jura-Wanderweg, leicht abzuzweigen und sich beispielsweise auf den Kordigast-Rundweg zu begeben und hier sogar zum Gipfelkreuz aufzusteigen. Wer sich dabei aufmerksam umsieht, wird bei alledem auch schon die bevorstehenden "Aufwertungen" des Hausbergs von Altenkunstadt entdecken, wo längerfristig ein Kinderspielplatz, der Geschicklichkeitspfad und der Keltenspielplatz entstehen werden. Auch genussvolle Einkehrmöglichkeiten sind auf dieser Wegstrecke, die bis nach Baiersdorf reicht, möglich. Wer danach noch auf geschichtlichen Pfaden wandeln möchte, hat dazu in Altenkunstadt bei einem historischen Rundgang die Gelegenheit, zumal die wichtigsten Gebäude und Stätten schon seit der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde entsprechend ausgeschildert wurden.


Ins Felsenlabyrinth

In Burgkunstadt können sich alle Wanderlustigen nicht nur in erholsame Wälder, sondern auch auf den Gottesgartenrundweg begeben. Besonders beschaulich dürfte von allen das Felsenlabyrinth der Ebnether Keller empfunden werden, mit den prägenden Franzens- und Jakobshöhlen, die schon die Fantasie ganzer Generationen angeregt haben. Jeder kann bei dieser Gelegenheit selbst einmal auf dem "Räuberpfad" wandeln. Weidnitz, Gärtenroth und Mainroth werden dabei mit umschlossen, und wer es etwas urig haben möchte, dem empfiehlt sich noch ein Abstecher zu einer besonders prägenden Felsformation, dem "Rotstein"; auch das Volto-Santo-Relief und der Ernst-Michel-Felsen sind in diesem stetigen Auf und Ab der Natur zu finden.


Attraktiv auch für Radfahrer

Eine ganze Reihe von prägenden Landschaftsbestandteilen hat Weismain zu bieten. Ob im Umfeld des Görauer Angers, auf den Naturlehrpfaden, bei einem Abstecher zum Frankenweg oder bei einer Wanderung im Kötteler Grund - stets wird der aufmerksame Tourengänger von immer neuen Eindrücken empfangen. Das Bärental, der Frankenberg Rundweg, der Wunkendorfer Querweg und das weithin bekannte Kleinziegenfelder Tal mit seinen klaren Bachläufen, den prägenden Felserhebungen und der Mühlenlandschaft - die fränkische Vielfalt ist erstaunlich. Dass diese Umgebung, die sich sogar bis nach Arnstein, Bojendorf und Weiden erstreckt, auch für alle Zweiradfahrer attraktiv ist, wird spätestens deutlich, wenn man den Blick hinauf zum Claudius-Felsen bei Kleinziegenfeld schweifen lässt, wo er unentwegt und als sichtbares Zeichen für die Region seine "Fränkische Fahne", allen Witterungen zum Trotz, in den Händen hält.

Bei der offiziellen Vorstellung der gemeinsamen Wanderkarte, die ab sofort in den Stadtverwaltungen von Burgkunstadt und Weismain sowie in der Gemeinde Altenkunstadt erhältlich ist, galt auch ein besonderer Dank den Tourismusfachkräften und ehrenamtlichen Pflegern der Wanderwege, die ebenfalls engagiert mitgewirkt haben. Diese neue Wanderwegekarte ist natürlich auch in das Wanderleitsystem des Landkreises Lichtenfels integriert, mit Tafeln nummeriert und es gibt die entsprechenden Wegbeschreibungen.