Zu einem internationalen Trainingscamp weilte die deutsche Ringer-Nationalmannschaft in Vilnius. Dazu hatte Bundestrainer Michael Carl, der sich für den griechisch-römischen Stil verantwortlich zeigt, auch die beiden bayerischen Sportpolizisten Ramsin Azizsir aus Hof und Hannes Wagner aus Lichtenfels in die litauische Hauptstadt eingeladen. Die Oberfranken gehören zum Stamm der deutschen Auswahl, die sich beim internationalen Trainingscamp auf den Grand Prix von Deutschland vorbereiten, der am 3./4. August in Dortmund ausgetragen wird.

In Dortmund geht's um die WM-Teilnahme

Dort geht es um die WM-Fahrkarten nach Nursultan (Kasachstan), wo im September die ersten Olympiatickets vergeben werden.

Azizsir wechselte in dieser Saison mit seinem Einzelstartrecht zum SV Wacker Burghausen, für den er zuletzt zwei deutsche Mannschaftsmeistertitel erkämpfte. Dort ringen inzwischen mehrere deutsche Greco-Auswahlringer unter Trainer Matthias Maasch.

Wagner, der bei der EM in diesem Jahr in Bukarest bei seinem ersten Männerstart als Fünfter nur knapp Bronze verpasst hatte, tritt seit seinem Ausflug zum ASV Mainz wieder für den AC Lichtenfels an. Mit ihm schaffte Wagner bekanntlich im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Bundesliga.

Traum von Olympia

Doch Bundesliga ist nicht alles, Ramsin Azizsir und Hannes Wagner träumen von einer Olympiateilnahme, der sie alles unterordnen.

So ging es in Vilnius für die beiden Griechisch-Römisch-Spezialisten hart zur Sache, denn viele Ringer der 13 teilnehmenden Nationen haben ebenfalls schon die Weltmeisterschaft im September im Blick, wo schon die ersten Olympiatickets vergeben werden. In Kasachstan könnte der Traum bereits Wirklichkeit werden.jöri