Es waren ein paar zu viele Ausfälle, die die Oberliga-Ringer des AC Lichtenfels am Samstag zu kompensieren hatten. So war eine 15:20-Heimniederlage gegen die SpVgg Freising unvermeidlich.
Der Kampf um den Nicht-Aufstieg in der bayerischen Oberliga ist weiter in vollem Gange. Auch die oberbayerischen Gäste hatten nicht ihre allererste Garnitur mitgebracht, bei je fünf Einzelsiegen hüben und drüben aber hatten sie am Ende die Nase vorne. Aktuell liegen die Freisinger dadurch auf Tabellenplatz 2, der - weil Spitzenreiter Johannis Nürnberg II als zweite Mannschaft nicht nach oben kann - zum allseits ungeliebten Bundesligaaufstieg verpflichten würde.


Vier ACler fehlten

"Auch wenn es blöd klingt", resümierte ACL-Mannschaftsführer Daniel Luptowicz, "wir konnten diesmal tatsächlich nicht viel stärker aufstellen: Mario Petrov ist privat in Bulgarien, die beiden Lurz-Brüder waren krank und Rumen Savchev verletzt."
Trotz zweier gleichermaßen dezimierter Staffeln war Spannung ein rares Gut an diesem Ringerabend. Nur acht Kämpfe fanden statt, weil der ACL im 61-Kilo- und die Gäste im 66-Kilo-Limit unbesetzt waren. Lediglich drei Duelle gingen über die vollen sechs Minuten, diese wurden von den AClern Achim Thumshirn (80 kg, griechisch, 6:0), Andrzej Sokalski (86 kg, Freistil, 6:0) und Christoph Meixner (130 kg, Freistil, 14:1) aber ebenfalls sehr deutlich gewonnen.
Hannes Wagner fügte diesen zwei bzw. drei Mannschaftspunkten noch einen Vierer durch ein klares 15:0 über Wolfgang Stork hinzu.
Andererseits mussten die ACler Casyen Irmler (57 kg, griechisch), Burkhard Michalski (71 kg, Freistil) und Jan Ahlsdorf (75 kg, griechisch), die sich abermals in den Dienst der Mannschaft stellten, die körperliche und technische Überlegenheit ihrer Kontrahenten aner-kennen. Jeweils in Runde 1 wurden sie geschultert.


17-Jähriger bietet stark Paroli

Erfreuliches aus ACL-Sicht bot ein anderer unterlegener Ringer: Marius Geuß (75 kg, Freistil). Der 17-Jährige lieferte dem übermächtigen und heuer fast ungeschlagenen Freisinger Punktegaranten Marcel Berger einen - wie Mannschaftsführer Luptowicz fand - "richtig guten Kampf, weil er alle Situationen super ausgekämpft hat und auch selbst mal was probierte". Nach rund dreieinhalb Minuten aber gab es auch hier mit 15:0 den erwarteten Favoritensieg.