Bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee in Österreich über die Mitteldistanz (70.3) waren fünf Triathleten aus dem Raum Kulmbach/Lichtenfels am Start. Nadja Lindner vom ASV Kulmbach gewann dabei ihre Altersklasse (W 35) mit deutlichem Vorsprung in 5:01:07 Stunden.

Lindner schafft WM-Norm

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Damit qualifizierte sie sich für die Challenge-WM 2019 in Samorin/Slowakei.

Auf der schwierigen Strecke durch den kühlen Walchsee (19,5 Grad), die bergige 90 Kilometer lange Radstrecke (1900 Höhenmeter) und den Halbmarathon-Rundkurs über Schotter und Asphalt um den See waren die Oberfranken in prominenter Gesellschaft. Mit Sebastian Kienle gewann der Hawaii-Sieger von 2014 und Erster von Roth in diesem Jahr den Wettbewerb vor Frederic Funk (Deutschland) und Daniel Baekkegard (Dänemark) durch.

Nadja Lindner zeigte eine sehr starke Leistung. Sie schwamm die 1900 Meter in 33 Minuten. Auf der Radstrecke gab sie richtig Gas und war mit 2:42:54 Stunden für 90 Kilometer in ihrer Altersklasse mit Abstand die schnellste Frau. Auch auf der Laufstrecke konnte ihr aus ihrer Altersklasse niemand das Wasser reichen. So gewann sie souverän in 5:01:07 Stunden vor Eva Mühl und Emanuela Montanari.

Heike Schweens (ASV Kulmbach) wurde in ihrer Klasse W50 nicht ihren eigenen Ansprüchen gerecht. Ein Defekt an ihrer Rennmaschine am Vorabend und Achillessehnenbeschwerden waren keine guten Voraussetzungen für eine vordere Platzierung. Sie belegte Platz 9 in 6:22:41 Stunden direkt hinter Manuela Prüher vom TSV Staffelstein, die nach 6:19:57 Stunden auf Platz 8 einlief. Sie hatte ihre Stärke auf der Radstrecke, wo sie Schweens neun Minuten abnahm.

Manuelas Tochter Romina Prüher (ebenfalls Staffelstein) finishte in der W24 auf Platz 19. Nach einer starken Schwimmleistung (34:20 Min.) kam sie auf der Radstrecke (3:09:59 Std.) nicht in einen runden Tritt und wurde auf der Laufstrecke noch von einiger Altersklassenkonkurrenz überholt. Ihre Endzeit betrug 6:04:54 Stunden. "Das war bisher mein mit Abstand härtester Triathlon."

Hügerich fehlt Orientierung

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Ihr Lebensgefährte Andreas Hügerich (TS Lichtenfels) hatte kleine Orientierungsprobleme im See und schwamm ein paar Meter mehr als nötig. Seine Radzeit von 2:44 Stunden und der Halbmarathon in 1:31:48 Stunden katapultieren ihn unter 94 Startern in der Altersklasse M35 noch auf Platz 38 nach vorne. Auch der Lichtenfelser Bürgermeister war vom Umfeld schlichtweg begeistert. khw