In einem kampfbetonten Derby hat der FC Lichtenfels am Samstag vor 370 Zuschauern im Karl-Fleschutz-Stadion verdient den Aufsteiger FC Coburg geschlagen. Die Gäste aus der Vestestadt spielten zwar teilweise einen ansehnlichen Ball, strahlten dabei aber kaum Torgefahr aus.

Beim FCL spürte man vom Anstoß weg den Willen, die blamable Niederlage in Sonnefeld vor Wochenfrist vergessen zu machen. Hochmotiviert und hochkonzentriert ging die Elf des Trainergespanns Alexander Grau/Christian Goller ins Spiel und war sich für keinen Zweikampf zu schade. Da auch der Gast dagegenhielt, entwickelte sich eine, vom spielerischen Niveau überschaubare, aber dennoch interessante Partie.

Dietz wird im Strafraum gelegt

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Nach ausgeglichenen Anfangsminuten war es die Heimelf, die mehr investierte und nach 13 Minuten bereits belohnt wurde. Dietz spielte einen Doppelpass mit Ljevsic, drang in den "Sechzehner" ein und wurde dort unsanft und regelwidrig von den Beinen geholt - Strafstoß. Lukasz Jankowiak blieb cool und verwandelte souverän vom Punkt zum 1:0.

In der Folgezeit hatte Lichtenfels oft über die linke Seite, die der agile Schaller beackerte, seine besten Szenen. Ein Treffer blieb dem Linksaußen bei gleich drei Torabschlüssen aber verwehrt. Auch ein Kopfball von Ljevsic fand nicht den Weg ins Ziel. Der FCC hatte zwei Halbchancen per Kopf durch Mosert und S. Sener, zudem versprang McCullough der Ball frei vor Kraus, der beherzt zupackte.

Schiedsrichterwechsel

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Ein Kuriosum dann kurz vor der Pause: Schiedsrichter Gottschalk verletzte sich und konnte nicht mehr weiter pfeifen. Sein Assistent Hoffmann übernahm die Spielleitung, der Referee des Vorspiels der FCL-Reserve gegen den SCW Obermain, der noch vor Ort weilte, dessen Fähnchen.

Nach der Pause erarbeitete sich Coburg mehr Spielanteile, hatte sehr viel Ballbesitz. Doch je näher es in Richtung des Lichtenfelser Tores ging, desto harmloser und einfallsloser wurde die Truppe von Gästetrainer Lars Scheler allerdings. Ein Freistoß von Knie, ein Schuss von Kimmel, jeweils weit vorbei, mehr gab es nicht zu notieren. Zwar brachte man immer wieder hohe Bälle in den Lichtenfelser Strafraum, die aufmerksame Defensive um Wige und Lulei hatte damit aber wenig Probleme.

Die Korbstädter kamen zunächst nicht mehr so in die Zweikämpfe wie noch in Durchgang 1 und hatten wenig Torabschlüsse. Lediglich Dietz zwang mit einer "Fackel" fast von der Eckfahne Churilov zu einer Parade. Erst in den letzten 20 Minuten verschaffte sich der FCL wieder mehr Entlastung, jedoch wurden die sich bietenden Räume zu selten für brauchbare Konter genutzt. Zudem verhinderte der Coburger Torsteher das 2:0, als er einen Freistoß von Schaller nicht aus dem Winkel kratzte.

Auf der Gegenseite endete ein letzter Ausgleichsversuch durch den eingewechselten Heinze an einem Abwehrbein, dann pfiff der "Ersatzschiedsrichter", der seine Sache gut machte, die Partie ab.

Die Statistik

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FC Lichtenfels: Kraus - Dietz L., N. Lulei (69. Wagner), Wige, Graf (79. Mohr), Scholz, Schaller, Mex, Schunke (75. Pfadenhauer), Ljevsic, L. Jankowiak / FC Coburg: Churilov - Kimmel, J. Schmidt, McCullough, Knie, Mosert, S. Sener, Alles, Teuchert (83. E. Heinze), Scheler (63. Sam), G. Sener (73. Guhling) / SR: Simon Gottschalk (Nürnberg; 42. Jan Hoffmann Zuschauer: 370 / Tor: 1:0 L. Jankowiak (13., Foulelfmeter) / Gelb-Rote Karte: - / S. Sener (91.)