Drei Duelle verloren die Gastgeber. Überragender Akteur der Partie war aber der SKCler Marcus Gerdau, der mit 692 Kegeln einen neuen Bahnrekord aufstellte. Dank der klaren 3655:3480 Holzüberlegenheit im Gesamtergebnis zogen die Männer von Teamchef Hans-Karl Brütting noch den Kopf aus der Schlinge.

Nun wissen die Staffelsteiner, dass sie in der Winterpause ordentlich trainieren müssen, wollen sie zum Jahresauftakt am 12. Januar in Zerbst den Tabellenführer stürzen.

Reiser verpatzt seinen Start

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Gleich zu Beginn mussten die Fans des SKC schlucken. Der erfahrene Torsten Reiser verpatzte seinen Start und kam über schwache 123 Kegel nicht hinaus. Sein Gegenüber Matthias Hüttner bestrafte dies mit 158 Holz. Im zweiten Satz steigerte sich Reiser zwar auf 142, lag damit aber immer noch unter seinem Niveau. Hüttner lag mit drei Holz hier - wenn auch knapp - vorn. Auf der dritten Bahn spielte der Adam-Riese-Städt in die "Vollen" schwache 88, räumte dafür aber starke 69 Kegel und gewann den Satz mit 157:140. Im letzten Durchgang hielt der Amberger gut dagegen, verlor zwar mit 157:164, doch reichte Hüttner sein Polster um mit Gesamt 600:586 den Mannschaftspunkt für die Gäste zu verbuchen.

Deutlich erfolgreicher war Reisers Teamkollege Mathias Dirnberger. Mit vier konstanten Sätzen von 152, 152, 157 und 156 erspielte er sich das Gesamt von 617 Holz. Der Amberger Florian Möhrlein gewann lediglich Satz 2 mit 160 Holz, hatte sonst aber mit insgesamt 594 Kegeln das Nachsehen.

Gerdau mit Wahnsinnsspiel

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Der Staffelsteiner Routinier Marcus Gerdau zeigte danach Kegeln vom Feinsten. Schon Satz 1 riss die Zuschauer von den Sitzen. 179 Kegel zauberte er auf die Bahn. Der Amberger Wolfgang Häckl spielte mit 153 gut mit. Gegen die 176 von Gerdau auf der zweiten Bahn hatte Häckl aber nur noch 117 Kegel entgegenzusetzen. Der Gast fing sich wieder und legte 150 Kegel vor. Der Badstädter setzte aber mit überragenden 180 Holz dagegen. Die 700-Holz-Marke schien machbar. Ob es der Gedanke daran war, dass Gerdau auf der Schlussbahn mit 157 etwas unter den vorher gezeigten Leistungen lag, weiß man nicht. Insgesamt erspielte er mit 692 Holz einen Bahnrekord auf der Staffelberg-Kegelbahn. Dabei erzielte Gerdau 280 im Abräumen. Häckl musste nach 152 insgesamt 120 Holz abgeben.

Schwarzer Tag von Alexander Stephan

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Parallel dazu erwischte der SKCler Alexander Stephan einen schwarzen Tag und konnte an seine gezeigten Leistungen der Vorwoche nicht anknüpfen. Zwar zeigte er in den Vollen mit 102 Holz sein Potenzial, räumte aber nur 37. Dies war für Milan Wagner ein gefundenes Fressen. Mit 144 Kegel fuhr er den ersten Satzpunkt für Amberg ein und hatte auch keine Probleme mit mageren 135 Holz die desolaten 122 von Stephan zu übertreffen. Der Staffelsteiner wurde danach für Julian Hess ausgewechselt. Der legte gut los, verlor aber unglücklich den dritten Satz mit 153:154. Damit war der Mannschaftspunkt weg. Mit dem Gewinn des vierten Durchgangs (157:151) betrieb Hess noch etwas Schadensbegrenzung.

Das Staffelsteiner Schlussduo stand damit etwas unter Druck. Radek Hejhal verpatzte den ersten Satz und verlor gegen Michael Wehner mit 139:158. Zeitgleich punktete aber Miroslav Jelinek mit 154:130 gegen Jan Hautmann. Auf Bahn 2 drehte Hejhal auf und sicherte sich den Punkt mit 161:131.

Auch Jelinek setzte mit 162:148 nach und sicherte sich bereits im dritten Satz mit 158:138 den Mannschaftspunkt. Auch im vierten hielt sich der SKCler mit 144:140 schadlos.

Das war wichtig, denn Hejhal musste sich im dritten Abschnitt mit 130:149 geschlagen geben. Das Duell stand im Schlussdurchgang auf des Messers Schneide. Am Ende gewann Hejhal zwar den letzten Satz mit 143:136, lag aber im Gesamt mit einem Kegel (573:574) zurück und gab so den Punkt ab. SKC

Die Statistik

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SKC Staffelstein - FEB Amberg 5:3 (16:8 Sätze, 3655:3480 Holz) Dirnberger - Möhrlein 3:1 (617:594) Reiser - Hüttner 2:2 (586:600) Gerdau - Häckl 4:0 (692:572) Stephan/ Hess - Wagner 1:3 (569:584) Hejhal - Wehner 2:2 (573:574) Jelinek - Hautmann 4:0 (618:556)