Mit einem 4:2-Heimsieg über die SpVgg Stegaurach nach einem 0:2-Rückstand haben die Fußballerinnen des Schwabthaler SV ihre Saison in der Landesliga beendet. Der SSV steht im Abschlussklassement auf Rang 5.

In der Bezirksoberliga feierte der FC Michelau einen 7:5-Erfolg beim TSV Himmelkron und wurde damit Dritter hinter dem enteilten Topduo um Meister Ebing und dem punktgleichen "Vize" aus Reitsch.

Mit einem 4:1-Derbysieg über den FSV Unterleiterbach verabschiedeten sich die Frauen des SCW Obermain als Vizemeister der Bezirksliga West in die Sommerpause. Sie dürfen sich in der kommenden Spielzeit auf eine weiteres Derby freuen, denn die SG Staffelstein/Lichtenfels machte in der Kreisliga Nord mit ihrem 4:0-Sieg bei der SG Neuses/Gehülz den Titel und Aufstieg perfekt. Verfolger FC Redwitz (10:0-Sieger über Schlusslicht SG Himmelkron/Streitau) hoffte vergeblich auf einen Ausrutscher des Spitzenreiters.

Landesliga Nord

Schwabthaler SV -

SpVgg Stegaurach 4:2

Bei hohen Temperaturen tat sich die Heimmannschaft schwer, ins Spiel zu kommen und eine Ordnung zu finden. Die Stegauracherinnen hielten den Ball in ihren Reihen und ließen die Gastgeberinnen laufen. Schwabthal konnte zwar ein ums andere Mal den Ball erobern, doch wurde dieser prompt wieder verloren. Bereits in der 9. Minute zappelte der Ball das erste Mal im SSV-Netz, als die neuformierte Viererkette erhebliche Lücken aufwies. Nach einem feinen Pass von Meißner auf Büttel legte die sich den Ball an Gründel vorbei und lief alleine auf Torhüterin Jaqueline Spindler zu. Die konnte den Ball nicht entscheidend abwehren, so dass er zum 0:1 ins Tor trudelte. Nur neun Minuten später luchste Schäder der SSV-Abwehr den Ball ab und traf zum 0:2 (18.).

Schwabthal versuchte gegen die stark aufspielenden Gäste offensiv dagegen zu halten. In der 24. Minute schickte Pia Kestler mit einem langen Ball Jessica Keil, die ihre Gegenspielerin stehenließ und zum 1:2-Anschluss traf.

Nach dem Seitenwechsel übernahm das Team von Trainerin Theresia Vogt das Kommando. Stegaurach ließ der Heimelf viel Platz, die nun ihr Kombinationsspiel aufzog. In der 55. Minute lief Lisa Kestler die ballführende gegnerische Abwehrspielerin an, eroberte sich den Ball und versenkte ihn zum 2:2. Nur vier Minuten später war das Spiel gedreht. Hönninger schlug eine Flanke in den Strafraum, die einlaufene Keil schloss direkt ab und zwang Friedel im Tor der Gäste zu einer Parade. Im Nachschuss traf aber Lisa Hornung zur Führung. Die Stegauracherinnen waren jetzt durcheinander. Einen Abpraller von der Latte verwertete Jessica Keil zum 4:2-Endstand (67.).

Dieses Derby wird es allerdings in der kommenden Saison nicht mehr geben. Stegaurach wird sein Team trotz des sicheren achten Platzes aus der Landesliga zurückziehen. "Da uns zur neuen Saison viele Spielerinnen verlassen, bleibt uns schweren Herzens nichts anderes übrig", sagt SpVgg-Abteilungsleiter Steffan Seidler. Ein Großteil des Kaders wird sich anderen Vereinen anschließen; eine Entwicklung, die sich im Laufe der Saison abzeichnete. Auch Trainer Markus Spielberger steht dann nicht mehr zur Verfügung. "Wenn zwölf Spielerinnen aus einem 18er-Kader aufhören, ist es nicht sinnvoll, in der Landesliga weiterzumachen", sagt Seidler. Die verbliebenen Spielerinnen spielen in der Bezirksliga weiter, wo die SpVgg eine Spielgemeinschaft mit dem SV Walsdorf bildet. JaS

Bezirksoberliga

TSV Himmelkron - FC Michelau 5:7

Einen offenen Schlagabtausch ohne große Defensivbemühungen lieferten sich zum Saisonabschluss der gesicherte Drittletzte der Tabelle, der TSV Himmelkron, und der Dritte aus Michelau. Die Gastgeberinnen gingen in der ersten Viertelstunde zweimal in Führung, doch die Michleauerinnen glichen zweimal aus und zogen danach in Front. Doch zur Pause egalisierte der TSV ebenfalls zweimal zum 4:4. In Hälfte 2 zog Michelau auf 6:4 weg, die Heimelf verkürzte noch auf 5:7, doch Julia Karch machte in der 88. Minute mit ihrem zweiten Treffer zum 7:5 den Sack zu. Für den Gast trafen noch Jennifer Schmitt (2), Saskia Dinkel (2) und Alexa Müller. red

Bezirksliga West

SCW Obermain - FSV Unterleiterbach 4:1

Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Laura Endres mit zwei Treffern (55., 73.) die Weismainerinnen mit 2:0 in Führung. Hanna Moncken verkürzte wenig später für den FSV. Sarah Henkel (81.) und Julia Feustel (89.) sorgten für einen standesgemäßen Sieg des Vizemeisters gegen den Mitaufsteiger, der die Saison auf Rang 6 beendete.

Kreisliga Nord

SG Neuses/Gehülz - SG Staffelstein/Lif. 0:4

In der ausgeglichenen ersten Hälfte besaß die Heimelf die erste Großchance, als deren Stürmerin allein auf Torfrau Diana Neckermann zulief. Diese konnte den Ball jedoch abwehren. Die ersten Chancen auf Seiten der Gäste wurden von der überragenden Gehülzer Torfrau Denise Stadelmann pariert. Gegen einen Aufsetzer von Ronja Kohmann in der 36. Minute war sie jedoch machtlos. Die Lichtenfelserinnen wollten ihren Vorsprung ausbauen und machten Druck. Erst in der 76. Minute erhöhte wiederum Kohmann mit einem Schlenzer ins lange Eck auf 2:0. Kurz darauf wurde Ronja Kohmann im Strafraum gefoult. Den Elfmeter verwandelte Luisa Betz sicher. Den krönenden Abschluss erledigte Luisa Betz im Alleingang. Sie eroberte sich im Mittelfeld den Ball, umspielte mehrere Gegnerinnen und schloss unhaltbar zum 0:4-Endstand ab. Die Freude der SGlerinnen kannte keine Grenzen. Bis tief in die Nacht wurde der Aufstieg in die Bezirksliga gefeiert. neck FC Redwitz -

SG Himmelkron/Streitau 10:0

Gegen das überforderte Schlusslicht feierten die Redwitzerinnen zum Saisonabschluss einen Kantersieg. Die SGlerinnen mussten nach fünf Minuten Kathrin Schlaf ziehen lassen, die zum 1:0 traf. Nur zehn Minuten später war es wiederum die Redwitzer Spielführerin, die aus nahezu gleicher Situation zum 2:0 erhöhte. Nach einer scharf getretenen Ecke, drückte Lena Michalek den Ball aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Linie (25.). Entlastungsangriffe der Gäste waren die Ausnahme. So erhöhte die aufgerückte FC-Abwehrspielerin Luisa Walcher mit einem 30-Meter-Schuss auf 4:0 (30.). Laura Herbst sorgte mit einem Distanzschuss für den 5:0-Pausenstand.

Engagiert gingen die Redwitzerinnen auch in der zweiten Hälfte ans Werk. Nach fünf Minuten überspielte erneut Walcher die zu weit herausgerückte Gästetorfrau zum 6:0. Die unermüdliche Schlaf erobert sich zehn Minuten später den Ball im Gästestrafraum und legte zum 7:0 nach. Einen Abpraller nach einem Pfostenknaller von Herbst nutzte Walcher zu ihrem dritten Treffer. Die Schlusspunkte setzte in der 80. und 88. Minute nochmals Herbst zum 10:0-Endstand her. pfad