Die Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen stehen am Sonntag (14.30 Uhr, Mainfeldhalle Michelau) vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Das noch sieglose Team von Trainerin Christine Gahn trifft auf den Tabellenzweiten SV Obertraubling, der seine bisherigen drei Partien alle gewonnen hat. Dennoch dürfen die SGlerinnen auf eine Überraschung in der Landesliga Nord hoffen.

Die 6:0 Zähler der Oberpfälzerinnen setzen sich nämlich ausnahmslos aus Siegen über Teams aus dem unteren Tabellendrittel zusammen und waren wie beim 22:21-Heimerfolg gegen den Tabellenvorletzten Wendelstein auch recht knapp. Im Vergleich dazu hatten die Frauen vom Obermain das deutlich anspruchsvollere Programm, stehen aber mit ihren 0:8 Punkten unter Zugzwang.

Das Nervenkostüm wird, je länger die Negativserie anhält, immer empfindlicher. "Wir verlieren die Spiele derzeit nicht nur auf dem Feld, sondern vor allem im Kopf", schätzt Trainerin Christine Gahn die bisherigen Auftritte des Landesliga-Rückkehrers ein. Umso wichtiger wird es sein, dass die SG gegen den Zweiten unverkrampft ans Werk geht. "Der Klassenerhalt wird nicht in den ersten vier, sondern in den noch anstehenden 22 Spielen entschieden", sagt Gahn, die weiß, dass ihre in Teilen noch sehr junge Mannschaft über viel Potenzial und einen langen Atem verfügt. Folglich kommt die Außenseiterolle den SGlerinnen am Sonntag eher entgegen, machte sie doch in der bisherigen Saison gerade dann ihre besten Spiele.

Um 18.15 Uhr folgt in der Mainfeldhalle gleich der nächste "Kracher". Denn dann trifft die zweite Frauenmannschaft in der Bezirksliga auf den Lokalrivalen des TV Oberwallenstadt.