Die Landesliga-Saison 2018/19 bleibt für die Handballer der HG Kunstadt eine Spielzeit der verpassten Gelegenheiten. Gegen den Vorletzten TV Helmbrechts kam das Team von Spielertrainer Johan Andersson nicht über ein 31:31 (15:11)-Unentschieden hinaus. Ärgerlich war die Punkteteilung für den Aufsteiger, da die HGK 120 Sekunden vor Schluss noch mit 31:28 geführt hatte.

Helmbrechts feiert in Burgkunstadt

Stattdessen feierten die Helmbrechtser "Füchse" ihren Husarenstreich. Aus den angestrebten sechs Punkten aus den Duellen gegen das Kellertrio sind damit nur drei Zähler geworden - unter dem Strich zu wenig für den Ligaverbleib. Da ist es auch nur ein schwacher Trost, dass die Kunstadter den Rückstand auf den TV Erlangen-Bruck II und die SG Auerbach/Pegnitz auf drei Punkte reduzierten.

Gerade weil die Helmbrechtser stark ersatzgeschwächt angetreten waren, hatten die Kunstadter einen Sieg fest eingeplant. Doch die "Helmetzer" machten aus der Not eine Tugend, reaktivierten Benni Aust und zeigten eine kämpferisch starke Leistung. Dennoch erspielten sich die Gastgeber nach dem 7:7 (15. Minute) leichte Vorteile, kamen selbst in Unterzahl zu Toren und zogen bis zur Pause auf 15:11 weg.

Helmbrechtser Kreisläufer trifft zwölfmal

Vor allem Hajck Karapetjan war der unbedingte Siegeswille anzumerken. Doch in der zweiten Halbzeit ließen sich die ohne den verletzten Toni Lakiza angetretenen HGler das schnelle und sichere Kombinationsspiel der Gäste aufzwingen. Oft landete der Ball bei Maximilian Berthold, der am Kreis nicht zu halten war und insgesamt zwölfmal traf. Hinzu kam, dass Kunstadts Torhüter Alexander Kießling nach einer guten ersten Halbzeit im zweiten Abschnitt fast keinen Ball mehr zu halten bekam. Somit blieb der TVH selbst nach dem 21:16 (40.) durch Johannes Bauer im Spiel und verkürzte Tor um Tor.

Dreimal am Gästetorwart gescheitert

Die Tore von Andrei Stirbati zum 25:23 (49.) oder Hajck Karapetjan zum 29:27 (55.) vermittelten den Eindruck, dass die Gastgeber weiter Herr der Lage seien. Doch in den Schlussminuten scheiterten die Kunstadter dreimal an TVH-Torhüter Tim Hoffmann. Helmbrechts witterte seine Chance und erzielte mit sieben Feldspielern zwölf Sekunden vor Schluss durch Niki Aust das 31:31. Die Kunstadter planten in einer Auszeit den letzten Angriff. Es passte ins Bild der Rückrunde, dass Andrei Stirbati den letzten Wurf aus spitzem Winkel nur an den Pfosten des TVH-Gehäuses hämmerte.

Die Statistik

HG Kunstadt: Kießling, How. Karapetjan - Ha. Karapetjan (10), Stirbati (5), Bauer (4), N. Oester (3), Jung (3), Andersson (2/2), Deuber (2), Scholz (2), O. Oester / TV Helmbrechts: Hoffmann, Roch - Berthold (12/5), Troßmann (7), Schneider (5), D. Aust (2), Ch. Peetz (2), Gmach (1), Merz (1), Seuß (1), S. Peetz, B. Aust / SR: Cudd (Bayreuth), Dams (Hochfranken)