Die Handballer der TS Lichtenfels haben sich ihre fast makellose Heimbilanz in der Bezirksliga durch eine verkorkste Anfangsphase in der Begegnung mit dem TSV Hof verdorben. Das Aufbäumen in der zweiten Halbzeit half der Mannschaft um das Spielertrainer-Gespann Cornelius John und Philipp Rödel nur noch zur Ergebniskorrektur. Am Ende feierten die Gäste mit 32:29 (18:14) einen verdienten Auswärtssieg in der Korbstadt und revanchierten sich damit für die Hinrundenniederlage.
Cornelius John analysierte das Auftreten seines Teams kritisch: "Die Jungs haben sich zu wenig an die Vorgaben gehalten. Von einem Abwehrverbund konnte keine Rede sein. Keiner hat Verantwortung übernommen."


TSL schnell in Rückstand

Sehr nervös absolvierten die TSler die ersten acht Minuten. Leichtsinnige Ballabgaben spielten den aggressiv verteidigenden Gästen in die Hände, die mit hohem Tempo und tollen Anspielen an ihren Kreisläufer Christoph Radenz beeindruckten. Über den Rückraum drosch der Hofer Maximilian Rudisch das Spielobjekt mit Schlag- und Sprungwürfen ins heimische Netz.
Erst nach dem 1:6-Rückstand (8.) wachten die Lichtenfelser auf und überwanden den starken Steffen Bald im Gästetor. Nevin Opitz kämpfte sich durch die TSV-Deckung, und Mario Macheleid und Philipp Mahler nutzten ihre Schnelligkeit, um auf 10:13 zu verkürzen.


Vier-Tore-Rückstand zur Pause

Die Schwächen in der Verteidigung hielten jedoch an. Und auch die TS-Torleute hatten schon bessere Tage erwischt. Beim 14:18 wurden die Seiten gewechselt.
Die Lichtenfelser zeigten in den zweiten 30 Minuten Charakterstärke und überzeugten im Angriff. Das große Manko war allerdings weiter die Abwehr, in der zu wenig verschoben und gegenseitig ausgeholfen wurde.


Manko weiter die Abwehr

Hof bekam mehrere Strafwürfe, die Johann Richter souverän traf.
Durch sein schnelles Spiel zog der TSV auf 29:22 (51.) davon. Die TSL kapitulierte nicht und kämpfte sich bis zum Schluss noch bis auf drei Tore heran. Vor allem Lukas Tremel und die Konterläufer Wolfgang Schulze und Philipp Mahler setzten dabei die Akzente.
TS Lichtenfels: Ottolinger, Renner - M. Rödel (2), Schulze (2), Neder, Söllner, Will, Brunner (2), Mahler (3), Ma. Macheleid (1), Opitz (5), Rießner (1), Ph. Rödel (3), Tremel (10/2)