Mit den drei Punkten hat das Team des FCL-Trainergespanns Alexander Grau/ Christian Goller den Verbleib in der Fußball-Landesliga Nordost wohl unter Dach und Fach gebracht. Als Achter hat Lichtenfels nun 14 Punkte Vorsprung vor dem ersten Relegationsplatzinhaber, dem ASV Veitsbronn-Siegelsdorf. Der FSV Bayreuth muss in den kommenden Partien eine Schippe drauflegen, um im Kampf gegen den Abstieg bestehen zu können.


Finaler Pass kommt nicht an

Die Gastgeber fanden gut in die Partie, hatten enorm viel Ballbesitz und starteten immer wieder gefährliche Aktionen über den rechten Flügel. Nur der finale Pass kam zunächst nicht an oder war zu unpräzise. Nach einer knappen Viertelstunde kam der FCL fast im Minutentakt zu Chancen, vergab diese aber teils kläglich durch Pfadenhauer oder Ljevsic. Zudem traf Dietz mit einem satten Distanzschuss nur die Latte des FSV-Tores.

Die Gäste überstanden diese Drangphase unbeschadet, auch mit etwas Glück, und kamen nach etwa 25 Minuten selbst zu zwei Chancen, doch FC-Torwart Schulz zeigte sich bei einem Heber von Ollet aufmerksam, und Koßmann zielte per Kopf zu hoch. Kurz vor der Pause besaß die Heimelf noch einmal die Möglichkeit zum 1:0, doch Zollnhofer und Ljevsic nutzten die Doppelchance nicht.


Lichtenfels verschläft Start

Den Beginn des zweiten Durchgangs verschliefen die Lichtenfelser, wirkten etwas pomadig. Bayreuth dagegen wurde aggressiver, kam besser in die Zweikämpfe und ging prompt in der 52. Min. in Führung. Kellner wurde mit einem langen Ball aus dem Mittelfeld geschickt, lief über halbrechts frei auf Schulz zu und schob das Leder am Lichtenfelser Torsteher vorbei ins Netz. Die Führung war etwas schmeichelhaft.
Nur eine Minute später tauchte Pfadenhauer frei vor Gästetorwart Nüssel auf, scheiterte aber im Duell.


Mehr Dynamik

Erst mit der Hereinnahme von Niklas Lulei in der 67. Min. kam mehr Schwung und Dynamik in die Aktionen des FCL. Nach 70 Minuten wurde Pfadenhauer von Mahr und Lulei freigespielt, traf den Ball aber nicht voll. Fünf Minuten später schafften die Hausherren aber den Ausgleich. Zollnhofer schickte Pfadenhauer, dessen Hereingabe fand Lulei, der im ersten Versuch zwar am Torsteher scheiterte, aber mit viel Willen den Nachschuss doch im Bayreuther Kasten versenkte.


Dietz trifft auf Luleis Vorlage

Wieder fünf Minuten später setzte Lichtenfels sogar noch den Siegtreffer drauf. Lulei spielte - mit etwas Glück - Dietz auf rechts frei und der nagelte das Spielgerät zum 2:1 in die Maschen. Der FSV hatte in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr die Kraft, sich noch einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf zu sichern. Zwar wurden einige Bälle in den FCL-Strafraum geschlagen, ein Abnehmer wurde aber nicht gefunden. Zu allem Überfluss kassierte Nüssel in der Nachspielzeit auch noch die Rote Karte. Bei der letzten Ecke ging der Torhüter mit nach vorne, und als der Ball abgeblockt wurde und Lichtenfels konterte, wehrte Nüssel den Schuss von Zollnhofer außerhalb des Strafraums mit den Fäusten ab.


Die Statistik

FC Lichtenfels: Schulz -L. Dietz, Schardt, Wige, Graf (88. Mohr), Mahr, Zollnhofer, Scholz, Oppel (62. F. Goller), Ljevsic (67. N. Lulei), Pfadenhauer / FSV Bayreuth: Nüssel - Röthlingshöfer, Elsner, Menzel, Koßmann, Ollet (46. Hendel-Diaz), Scheich (31. Ari), Kellner, Schmidt-Hofmann, Angerer (86. Sohlfrank), Ziegler / SR: T. Gscheidl (Würzburg) / Zuschauer: 230 / Tore: 0:1 Kellner (52.), 1:1 Lulei (75.), 2:1 L. Dietz (80.) / Rote Karte: - / Nüssel (90. + 2)