Das "Endspiel" kann kommen! Eine Woche vor dem wohl entscheidenden Match um den Meistertitel in der Handball-Bezirksoberliga gegen HaSpo Bayreuth II in der Obermainhalle lieferten die Kunstadter Männer am Sonntagabend in Bad Berneck den nächsten Beweis ihrer derzeitigen Ausnahmestellung und bezwangen den starken Aufsteiger TV Gefrees deutlich mit 38:23 (20:9). Dabei lag das Erfolgsgeheimnis der Andersson-Truppe einmal mehr in der mannschaftlichen Geschlossenheit. Vom Torhüter bis zum Kreisläufer präsentierten sich alle Kunstadter in meisterlicher Form!
TV Gefrees -
HG Kunstadt 23:38
Bereits die Trefferquote vom Siebenmeterpunkt unterstrich die Überlegenheit der Gäste vom Obermain. Während die HG vor allem über Hajck Karapetjan, am Ende mit zehn Treffern Kunstadts erfolgreichster Torschütze, hier eine nahezu hundertprozentige Ausbeute vorwies, trieb das Torhütergespann Kießling/Swoboda die Gastgeber schier in den Wahnsinn. Sieben von insgesamt neun Strafwürfen entschärften die Kunstadter Keeper und leisteten somit ihren Beitrag zum am Ende unerwartet hohen Auswärtserfolg. Vor allem Alexander Kießling zeigte sich in überragender Form. Auch deshalb zog die HG nach dem Anschlusstreffer des Gefreesers Niklas Beck zum 3:4 (10.) bis zur 23. Min. über Daniel Maile auf 14:5 davon, - und obwohl die Gastgeber in der Abwehr ganz schön zulangten.
Auch deshalb entwickelte sich bis zum Schlusspfiff und trotz frühzeitig klarer Verhältnisse ein hitziges Duell, bei dem auch die Schiedsrichter nicht immer den Überblick bewahrten. Doch die HG ließ sich nach der Pause (9:20) auch nicht von den insgesamt neun Zeitstrafen aus dem Konzept bringen. Dafür waren die Kunstadter auch nach dem Wiederanpfiff einfach zu stark.
Egal ob Stirbati, Andersson, Oester, Deuber oder Scholz: Alle überzeugten mit sehenswerten Treffern und einer tollen Quote. So fiel das Fehlen der Leistungsträger Jung, Brungs, Petersen, Etterichretz und Steuer nicht weiter ins Gewicht. mts
TV Gefrees: Flatley, Willemsen - Beck (5), Lehmann (4/1), Benker (3), Greiner (3), Link (3), Bippus (2), Richter (2/1), D. Bippus (1), Strößner, Mostegel, Hellmuth / HG Kunstadt: Kießling, Swoboda - Karapetjan (10/5), Stirbati (7), N. Oester (5), Maile (4), Scholz (4), Deuber (3), O. Oester (3), Andersson (2/2), Lakiza
HSG Rödental/Neustadt -
TV Weidhausen 28:23
"Der Sieg des Gastgebers geht völlig in Ordnung, auch aufgrund der Tatsache dass wir den Verlust von Daniel Recknagel heute nicht kompensieren konnten", lautetet das Fazit von TVW-Trainers Frank Steinberger nach der 23:28 (11:10)-Niederlage seiner Mannschaft gegen die HSG Rödental/Neustadt.
Der TV Weidhausen trat mit dem Handicap in der Neustadter Frankenhalle an, dass Sebastian Büttner aufgrund eines grippalen Infekts nur zusehen konnte und der zuletzt agile Maximilian Werner gesundheitlich angeschlagen war. Er hatte die ganze Woche nicht trainiert.
Bis zur 9. Min. konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil erspielen (4:4). Beide Abwehrreihen arbeiteten sehr intensiv. Torwart Jonas Faber parierte einige Torwürfe der HSGler grandios. Im Angriff spielte Weidhausen geduldig und diszipliniert, suchte immer den freien Mitspieler. Als Florian Büttner in der 14. Min. nach feiner Einzelleistung zum 4:7 einnetzte, war klar dass mit dem TVW zu rechnen war.
Die Auszeit der Rödentaler zeigte aber prompt Wirkung. Zehn Minuten lang gelang den Gästen kein Tor mehr, weil der HSG-Keeper Jan Claas De Rooij hellwach war. und der Spielfaden bei Weidhausen plötzlich eingerissen war. Rödental/Neustadt Die Hausherren zeigten die entschlosseneren Angriffsaktionen und gingen mit 8:7 in Führung (23.).
In der 26. Min. bekam der nicht vorbelastete Spielmacher Daniel Recknagel beim Versuch, den Gegner am Torwurf zu hindern, von beiden Schiedsrichtern aus Thüringen, die Rote Karte gezeigt. Dennoch hielt der Gast bis zur Pause mit und lag sogar mit 11:10 vorn.
In Hälfte 2 steigerten sich die Neustadter in allen Mannschaftsteilen. Bei Weidhausen fehlte Recknagel im Angriff und Abwehr gleichermaßen. Auch in der Abwehr überzeugte nun die HSG, war schnell auf den Beinen und immer zur richtigen Zeit am Gegner.
Im Angriff schaffte es die HSG mehrfach, ihren Rechtsaußen Mike Weißbrodt freizuspielen, der mit sieben Feldtoren glänzte. Somit führte der Gastgeber in der 40. Min. mit 17:14. Umgekehrt agierte der TVW-Angriff viel zu statisch und mutlos. Rödental/Neustadt bestimmte das Geschehen. Als Florian Bernecker für die Gastgeber in der 54. Min. zum 26:18 traf war, die Messe gelesen. kag
Tore für die HSG: M. Weißbrodt (10/3), C. Jäkel, B. Göpfert (je 4), F. Cichon (3/3), P. Anthofer, F. Bernecker, L. Korn (je 2), D. Krauß (1) / Tore für den TVW: J. Faber, T. Zapf - J. Bauer (8/1), F. Büttner (5), C. Büttner (4), C. Staude (3), D. Recknagel (2), C. Freitag (1)