Zwei Wochen nach dem missglückten Saisonstart bei der Challenge in Rom startet der Michelauer Profi-Triathlet Andreas Dreitz am Sonntag an Spaniens Costa del Sol beim Ironman-70.3 in Marbella.
Auf der Triathlon-Halbdistanz will der 29-jährige Dreitz seine Form finden, um auf der langen Strecke in Roth am 1. Juli und bei der WM auf Hawaii am 13. Oktober aufzutrumpfen.


Radstrecke mit ordentlich Höhenmetern

In Marbella wird die 1,9 km lange Schwimmstrecke im Mittelmeer absolviert. Die 90 km lange Radstrecke führt die Athleten über die berühmte "Golden Mile", durchs Stadtzentrum ins bergige Hinterland. Dort geht es nach Ojen, sprich von Meereshöhe auf 557 m hinauf. Nach der Wende in Cartama ist der Berg von der anderen Seite erneut zu erklimmen. Die hügelige Strecke mit insgesamt 1400 Höhenmetern kommt den Stärken von Andreas Dreitz entgegen.


Werkzeug im Hotel geholt

Wenn er nicht wieder eine Streckenbegrenzung übersieht und stürzt wie in Rom. Inzwischen wurde Details des Fauxpas bekannt. Der Michelauer rappelte sich nach der Kollision mit dem Absperrgitter wieder auf, checkte das Rad und seinen Körper und wollte weiterfahren. Allerdings war der Sattel durch den Sturz in eine unfahrbare Position verschoben worden und stand mit der Spitze nach oben. Zunächst suchte Dreitz nach Offiziellen mit Werkzeug. Doch nachdem niemand in der unmittelbaren Umgebung der Wechselzone Werkzeug hatte, fuhr er kurzerhand 500 m weiter entlang der Radstrecke zu seinem Hotel und behob die Probleme.
Den Rückstand von fünfeinhalb Minuten machte der 29-Jährige nicht mehr wett, kam aber immerhin an Position 14 in die Wechselzone zum Laufen. Aufgrund des Sturzes bekam der Michelauer immer stärkere Schmerzen im linken Arm und musste das Tempo reduzieren.


Starke Konkurrenz

Ein solches Missgeschick will Dreitz in Marbella natürlich vermeiden. Denn der Laufkurs über zwei Runden erstreckt sich an der Uferpromenade entlang bis zum Ziel am Strand von Puerto Banus. Dort will er weit vorne im Klassement landen.
Als Favoriten gelten der Drittplatzierte der Ironman-WM Hawaii, der Brite David McNamee, der Franzose Guillaume Romain sowie die beiden deutschen Profis Boris Stein aus Montabaur und Markus Thomschke (Kamenz). Daneben sind zahlreiche Spanier im Feld der 60 Profis, die ihren Heimvorteil nutzen wollen. Am Start ist auch der Bamberger Felix Hentschel. Der ehemalige Leichtathlet über 3000 m Hindernis ist ins Triathlonlager gewechselt.