Trotz der zahlreichen spektakulären Duelle aus der Vergangenheit sind die Rollen in diesem Jahr eindeutig verteilt: Die HGK befindet sich gegen den scheinbar übermächtigen Gegner in der Rolle des Außenseiters.

Von der Papierform her müsste die HG als Landesliga-Absteiger eigentlich favorisiert ins Rennen gehen. Doch die Kunstadter müssen im Vergleich zum Vorjahr nicht nur auf vier Leistungsträger, sondern auch noch auf den verletzten Kapitän Oliver Oester verzichten. Die Rödentaler wollen dagegen beim Thema "Aufstieg" nichts dem Zufall überlassen.

Bundesliga-Erfahrung von Kenny Schramm

Zu dem ohnehin starken Kader mit Metz, Anthofer, Göpfert und Oehrl stießen während der Vorbereitung auch noch Florian Kirchner, Andreas Schlücke, Torhüter Robert Fleischmann und vor allem der bärenstarke und bundesliga-erfahrene Kenny Schramm hinzu. Wie viel Qualität im Kader des Trainergespanns Greiner/Schuhmann steckt, bewies das Team nicht nur beim erfolgreichen 30:25-Saisonauftakt gegen den Landesliga-Absteiger Helmbrechts, sondern auch im Pokalwettbewerb. Dort warf die HSG den Bayernligisten Waldbüttelbrunn aus dem Rennen.

Bei einer solchen personellen Übermacht steht die Mannschaft von Trainer Anton Lakiza vor einer echten Herausforderung. Gegen die HSG wird sich zeigen, wie konkurrenzfähig die HGK im Kampf um die Topplätze ist. Mit Hajck Karapetjan soll im "Hexenkessel" Obermainhalle eine Überraschung gelingen.

Reservenduell um 14 Uhr

Den passenden Auftakt zu diesem Spitzenspiel bieten die beiden Reserveteams von HGK und HSG, die um 14 Uhr in der Bezirkliga West aufeinandertreffen werden. Vergleichsweise entspannt blickt hingegen die dritte Mannschaft der HGK am Sonntag (18 Uhr) ihrem Auftakt in der Bezirksklasse West entgegen. Beim HSC Coburg III wollen die Routiniers so lange wie möglich Paroli bieten. mts