Nach dem siebten Spieltag war die Welt beim FC Lichtenfels (7.) in Ordnung. Da hatte die Mannschaft der beiden Trainer Alexander Grau und Christian Goller schon 15 Punkte gesammelt und mischte überraschend munter im Spitzenfeld der Fußball-Landesliga Nordost mit. Drei Spieltage später sind die Korbstädter wieder im Mittelfeld der Liga angekommen und haben nur einen Punkt mehr.

Angesichts der kommenden hohen Hürden droht den Lichtenfelsern ein noch weiteres Abrutschen. Am Freitag (19 Uhr) ist der FCL jedenfalls nur Außenseiter beim SC Schwabach (4.), doch vielleicht hilft genau diese Rolle weiter.

Im Heimspiel gegen den SV Mitterteich (13.) schien der Plan am vergangenen Samstag zunächst perfekt aufzugehen, ehe eine umstrittene Notbremse von Andreas Mahr (40.) und der fällige Elfmeter den Spielverlauf auf den Kopf stellten. Am Ende stand eine bittere 1:2-Heimniederlage. "Bereits vor der Roten Karte hatten wir eine Schlüsselszene, als wir selbst einen Elfmeter verschossen", stellt Grau rückblickend klar. "Wir haben schon bis zum Ausgleich nicht wirklich gut gespielt, auch wenn wir wenige Chancen des Gegners zugelassen haben. Letztlich muss man aber sagen, dass Mitterteich verdient gewonnen hat."

Nun scheint der tolle Saisonstart schon fast wieder in Vergessenheit geraten zu sein, da die Lichtenfelser nur ein Unentschieden (1:1 gegen Fürth) in den letzten drei Partien folgen ließen. Da nun erst Schwabach (4.) und dann zu Hause der starke Aufsteiger und Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg warten, könnte es demnächst in unangenehme Tabellenregionen gehen. "Ich habe der Mannschaft direkt nach dem Mitterteich-Spiel gesagt, dass wir uns selbst in diese Situation gebracht haben, aber uns eben nun auch wieder selbst da raus ziehen können", sieht Grau keinerlei Grund zur Sorge. "Selbst wenn wir die kommenden beiden Spiele nicht erfolgreich gestalten, werden wir nicht gleich alles in Frage stellen."

Ein gutes Vorbild, wie man aus einer kleinen sportlichen Krise wieder herauskommt, liefert der kommende Gegner. Der SC Schwabach legte nämlich, ähnlich wie Lichtenfels, einen starken Saisonstart mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen hin, um dann nur noch drei Punkte aus den folgenden fünf Partien zu erreichen. Am vergangenen Wochenende gelang dann aber der Befreiungsschlag beim Aufsteiger SC Großschwarzenlohe (5:0). Genau dieser soll nun auch dem FCL gelingen, zumal die Schwabacher so etwas wie die Lichtenfelser Lieblingsgegner sind.

Lieblingsgegner der Lichtenfelser

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In der vergangenen Saison holte man vier Punkte gegen die Mittelfranken (1:1 und 4:1). "Eine Wiederholung ist nur dann möglich, wenn wir uns steigern", warnt Grau. "Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass wir uns gegen spielstarke Gegner manchmal leichter tun und uns die Außenseiterrolle durchaus liegt. Dafür müssen wir das starke Kombinationsspiel der Schwabacher unter Kontrolle bekommen." Allen voran das Sturm-Duo Daniel Orel (7 Tore) und Michael Weiß (6), die an 24 der 28 Schwabacher Treffer direkt beteiligt waren, gilt es aufzuhalten. "Diese Mannschaft beschränkt sich aber nicht nur auf diese beiden", gibt Grau zu bedenken und gibt als Marschroute aus: "Wir müssen die Bälle besser behaupten als zuletzt." FC Lichtenfels: Kraus, Köster - Wige, Schardt, Geldner, L. Dietz, L. Jankowiak, Schunke, Schaller, Ljevsic, Mohr, Scholz, Zollnhofer, Pfadenhauer, Lulei, Aumüller, Graf