Genau 266 Tage lang mussten Ringer und Fans warten, bis es wieder Ringkampfsport in der Lichtenfelser AC-Halle zu sehen gibt. Nach der eher unattraktiven letzten Saison möchten die Kämpfer vom Obermain wieder schönen und fairen Sport auf die Matte bringen.

Ab dieser Saison wird es zwei Oberliga-Gruppen geben, Nord und Süd. Nach 14 Kämpfen werden dann die beiden Gruppensieger den bayerischen Mannschaftsmeister in Hin- und Rückkampf auskämpfen. Der Sieger der Aufstiegskämpfe muss in die Bundesliga aufsteigen. Die Hoffnung bleibt, dass es vielleicht nächstes Jahr auch wieder eine 2. Liga geben wird

Frankenderbys

;

Mit den Vereinen aus Hof, Nürnberg, Burgebrach und Schonungen haben die Korbstädter weiter vier Frankenderbys zu bestreiten. Hinzu kommen die neuen Mannschaften aus der Oberpfalz, Oberölsbach und Regensburg, sowie die Niederbayern aus Kelheim. Ringer, Verantwortliche und Fans freuen sich auf die kürzer gewordenen Fahrstrecken und brisanten Begegnungen mit alten Bekannten und neuen Gegnern.

Gegner TSV Burgebrach

;

Wie die alte Saison aufgehört hat, so fängt sie auch gleich wieder an. Denn am Samstag (19.30 Uhr) heißt der Gegner wieder TSV Burgebrach. Im letzten Heimkampf der abgelaufenen Saison feierte der ACL einen sicheren 21:12-Sieg. Dies zu wiederholen, wird für den ACL ein hartes Stück Arbeit. Burgebrach hat sich gut verstärkt. Mit dem amtierenden deutschen B-Jugend-Meister, Johann Engelhardt (57 kg, griechisch-römisch), dem kubanischen Rückkehrer Yunier Castillo (66/71 kg, Freistil) und dem Ungarn Patrik Szabo (86 kg, gr.) hat der TSV drei Punktegaranten an Bord. Gerade die beiden letztgenannten werden nur schwer zu besiegen sein. Der Ungar Szabo war es in der vergangenen Saison, der - noch im Trikot von Au/Haller-tau - dem ACler Hannes Wagner eine seiner wenigen Niederlagen zufügte. Hinzu kommen die beiden rumänischen Spitzenringer Dragos Cimpanu und Mihai-Radu Mihut, dem es in diesem Jahr gelang, sowohl bei der U23-EM als auch bei den Senioren den Titel zu erkämpfen. Sollte Burgebrachs Coach Michael Giehl alle Mann fit auf die Matte bekommen, so sind die Burgebracher in diesem Jahr ein Titelfavorit.

Fünf Neuzugänge

;

Der ACL wartet mit insgesamt fünf Neuzugängen auf. Hier hat man versucht, die Breite des Kaders etwas auszubauen. Mit dem jungen Joszef Andrasi, der für sein Heimatland Ungarn bei der Ende Oktober anstehenden WM antreten wird, hat man sich in der leichtesten Klasse gut verstärkt. Er wird ab der Rückrunde für den ACL im Einsatz sein.

Mit Lukas Tomaszek hat man ein 17-jähriges Talent vom KSV Bamberg abgeworben. Tomaszek wird vor allem die Klassen 71 und 75 Kilo im freien Stil besetzen und sich hier mit den Lurz-Brüdern abwechseln. Ebenfalls vom KSV Bamberg wechselt der 19-jährige David Koschunow zum ACL. Er wird die Klassen 61 und 66 Kilo abdecken. Mit Kai Kunze (80/86 kg) und Artem Shapovalov (beide ohne Verein) wird der Kader komplettiert. So hat der neue ACL-Chefcoach Venelin Venkov viele Aufstellungsvarianten.

"Bleiben alle unsere Athleten fit, können wir durchaus im vorderen Bereich landen. Der Klassenerhalt hat für uns aber Priorität und sollte frühestmöglich erreicht werden. Für alles andere sind wir offen und freuen uns auf die Saison - wir sind heiß und gut vorbereitet", sagte Venkov.

Zweite Mannschaft muss warten

;

Für die Ringer der "Zweiten" um Mannschaftsführer Philipp Schütz verschiebt sich hingegen der Kampf um die Punkte in der Gruppenliga Nord. Mit insgesamt acht Mannschaften war die Gruppenliga vor der Saison um zwei Mannschaften angewachsen. Doch kurz vor Rundenbeginn zogen sowohl der RC Bergsteig Amberg als auch der TSV Zirndorf ihre Mannschaften zurück. Somit startet die zweite Mannschaft des AC Lichtenfels erst zum dritten Kampftag am 22. September in Forchheim.

Mit den Mannschaften aus Forchheim, Bindlach/Bayreuth, Unterdürrbach und Nürnberg hat die Reserve des AC in diesem Jahr gleich vier Frankenderbys zu bestreiten. Hinzu kommen die Oberpfälzer aus Neumarkt. Der Kader für die zweite Mannschaft ist im Vergleich zum letzten Jahr etwas breiter aufgestellt. Allerdings gilt es auch hier wie jedes Jahr, abzuwarten, wer während der Runde berufsbedingt zur Verfügung steht und gesund bleibt. Als Ziel hat man sich einen Platz unter den ersten Drei vorgenommen.

Eintritt frei für Jugendliche

;

Ab sofort ist für Jugendliche bis einschließlich 16 Jahren freier Eintritt zu allen Heimkämpfen. "Wir wollen diese Saison wieder verstärkt ein jüngeres Publikum an den Ringkampfsport heranbringen und hoffen mit dieser Maßnahme auf zahlreiche neue junge Zuschauer", erklärt die neue erste Vorsitzende, Britta Beier.

Im Anschluss an die Heimkämpfe geht es bei der Party in der AC-Halle und in der ACL-Sports-Bar zur Sache. DJ Tschordan wird wieder mächtig einheizen. hsch