Schlag auf Schlag geht es in der Ringer-Bundesliga. Nach der englischen Woche geht es mit einem Doppelkampftag weiter. Und der hat es in sich. Am Samstag (19.30 Uhr) empfängt der Aufsteiger AC Lichtenfels den aktuellen deutschen Mannschaftsmeister SV Wacker Burghausen. Am Sonntag geht es bereits um 15 Uhr nach Nürnberg zu den Grizzlys vom SV Johannis Nürnberg. Die Bundesligareserve und der Nachwuchs ist am Samstag zu Gast beim RCA Bayreuth. AC Lichtenfels - SV Wacker Burghausen

Mit dem Deutschen Meister kommt der Topfavorit auf den Meistertitel in die deutsche Korbstadt. In nahezu jeder Gewichtsklasse sind die Oberbayern doppelt besetzt. Die Fans dürfen sich auf Weltklasse-Athleten freuen, die bei Welt- und Europameisterschaften schon die ein oder andere Medaille abgeräumt haben. Jüngstes Beispiel ist der Weltmeistertitel des Ungarn Tamas Lörincz (75/80 kg, griechisch-römisch).

"Wir sind absoluter Underdog in diesem Kampf - freuen uns aber, Weltklasse-Athleten in unserer Halle begrüßen zu können", sagt Greco-Trainer Venelin Venkov. "Gerade von Kämpfen gegen solche Topringer können unsere Jungs viel lernen und Erfahrungen sammeln."

Die Devise der ACler lautet, sich nicht abschlachten zu lassen. Dies dürfte schwer genug werden. Am vergangenen Samstag fertigten die Burghausener den letztjährigen Finalgegner Heilbronn mit einer Machtdemonstration mit 23:0 ab. Auch die beiden anderen Begegnungen der Saison konnten die Wackeraner gegen Nürnberg (20:8) und in Aue (23:7) klar für sich entscheiden. SV Johannis Nürnberg - AC Lichtenfels

Gleich am Sonntag geht es für die Lichtenfelser nach Nürnberg zu den Grizzlys vom SV Johannis Nürnberg 07. Dieser Kampf wurde vom 19. Oktober vorverlegt.

Die Aufgabe an der Noris wird für die Korbstadtringer nicht viel leichter werden. Nürnberg hat sich als Ziel Platz 3 gesetzt. So haben sich die Grizzlys zur vergangenen Saison gewaltig verstärkt. Mit dem Georgier Tsurtsumia Nugzari steht in der 55-Kilo-Klasse das Maß aller Dinge im Johannis-Kader. Der 22-jährige Grecoringer ist nicht nur amtierender U23-Weltmeister, sondern holte auch bei den Männern vor Kurzem WM-Gold. Ihn wird man vermutlich aber erst zur Rückrunde bestaunen können, wenn im Fliegengewicht griechisch-römisch gerungen wird. Mit dem Georgier Goga Dzigua (57 kg, Freistil), den beiden Italienern Jesus de Conyedo (98 kg, Fr.) und Daigoro Timoncini (98 kg, gr.) sowie dem Ungarn Daniel Ligeti (130 kg, Fr.) haben die Nürnberger enormes Potenzial auf den Ausländerpositionen. Aber auch die deutsche Achse ist stark. So bauen die Mittelfranken Jahr für Jahr ihren Nachwuchs in den Bundesligakader ein.

"Für uns ist das Frankenderby einer der wichtigsten Kämpfe in der Saison. Wir wissen, dass wir Außenseiter sind, aber wir werden alles an Kampfgeist und Leidenschaft auf die Matte bringen und möchten die Grizzlys im ein oder anderen Kampf ärgern", sagt ACL-Mannschaftsführer Daniel Luptowicz.

Der Saisonstart lief für die Truppe um Trainer Matthias Baumeister nicht wie erhofft. Neben der zu erwarteten Niederlage in Burghausen, mussten sie sich auch überraschender weise in Schorndorf mit 8:15 geschlagen geben. Gegen Aue gab es zuletzt einen 15:11-Heimsieg. Am Samstag sind die Nürnberger in Heilbronn zu Gast.

"Zweite" und Jugend in Bayreuth

Die Landesliga-Ringer des ACL treten nach den Siegen über die Spitzenteams SC Oberölsbach II und SC Nürnberg 04 II beim Schlusslicht Bayreuth als Favorit an. Den Vorkampf dort bestreitet das ACL-Jugendteam.hsc