Drei Siege, zwei Unentschieden und 14 Niederlagen stehen beim Aufsteiger SpVgg Rattelsdorf nach 19 Spielen zu Buche. Damit sind die Fußballer von der Itz abgeschlagen Letzter. Acht Punkte trennen die SpVgg von einem Relegationsplatz. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dürfte das Motto in Rattelsdorf lauten - und der neue Hoffnungsträger heißt Thomas Beck. Er übernimmt ab dem kommenden Jahr das Traineramt.

Lorenz Leimbach hatte fünfeinhalb Jahre die SpVgg trainiert und von der Kreisklasse in die Bezirksliga geführt, ehe er nach zehn Spielen mit nur einem Punkt sein Amt zur Verfügung stellte. "Das war schon für alle überraschend, da wir ihm gesagt hatten, dass es egal ist, ob wir wieder runtergehen", sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Frank Müller, der kurz die Leitung übernahm, ehe das Team von Florian Hofer und von Jürgen Scheuring betreut wurde.

Unter den beiden kam die SpVgg in den sieben vergangenen Spielen zu drei Siegen und einem Unentschieden. Immer wieder fehlten in den 19 Spielen wichtige Stützen. Abwehrspieler Alexander Kellner bestritt wegen Knieproblemen überhaupt kein Spiel, Julian Lorz fehlte in einigen Partien. "Vor allem Florian Hofer, der vor der Saison aufgehört hat, fehlte uns in der höheren Liga sehr", sagt Müller.

Beck will im neuen Jahr das Unmögliche möglich machen. "In der Relegation ist alles drin", sagt Müller, "und wenn's nicht klappt, ist es auch kein Beinbruch. Die Kreisliga ist für unseren Verein auch nicht schlecht. Für alle Spieler geht es mit der Vorbereitung wieder bei Null los. Jeder kann sich für die Startelf empfehlen".

Mit dem Zuschauerschnitt von 240 sind die Verantwortlichen bei der SpVgg zufrieden, obwohl das Team nur zwei Heimspiele gewann. Und das Derby gegen Ebing kommt noch. Bemerkenswert findet Müller, dass auch bei Auswärtsspielen viele Rattelsdorfer die Mannschaft unterstützen. Man darf gespannt sein, ob in den verbleibenden 13 Spielen eine Aufholjagd gelingt.


Bei Ebing war mehr als Platz Acht drin

18 Punkte und neun Plätze vor den Rattelsdorfern rangiert die SpVgg Ebing auf Rang Acht. Trainer Heiner Dumpert ist in die großen Fußstapfen von Klaus Gunreben getreten, der zehn Jahre Trainer bei der SpVgg war. Nachdem sein Vorgänger Rang Vier in der vergangenen Saison erreicht hatte, gab es für Dumpert eine hohe Vorgabe.

Inzwischen blickt er auf 19 Saisonspiele mit vielen Höhen und Tiefen zurück. So sieht's auch Abteilungsleiter Bernhard Landgraf. "Natürlich hätte es mehr als Platz Acht sein können. Bei den Niederlagen in Merkendorf, Ebensfeld und Ebern war mehr drin, auch beim 0:0 in Mitwitz. Doch wissen wir, dass ein neuer Trainer mit neuem System Zeit braucht. Dazu kamen drei neue Spieler, die integriert werden mussten. Deshalb sind wir mit dem Abschneiden zufrieden, auch wenn wir wegen Verletzungen kaum einmal mit der gleichen Elf antreten konnten."

So fiel Christoph Fuchs zu Saisonbeginn lange aus, das Talent Markus Robeck kam nur zu zwei Kurzeinsätzen, Marco Motschenbacher hat Probleme mit dem Knie und Johannes Landgraf fehlte auch einige Spiele. Deshalb hofft Landgraf, dass sich das Lazarett im Frühjahr lichtet, damit das Ziel - ein Platz zwischen fünf und acht - realisiert werden kann. "Das System von Heiner Dumpert greift, wir spielen attraktiven Fußball, die Spieler haben Spaß. Wir kassieren zwar mehr Gegentore als in den Vorjahren, doch selbst unsere kritischen Fans haben das akzeptiert", sagt Landgraf, der mit Dumpert Gespräche über ein weitergehendes Engagement in Ebing führt.

In der Winterpause kommt vom SV Zapfendorf Michael Winter zur SpVgg zurück. Darüber hinaus schaue man sich noch nach einem Spieler für die Abwehr um, so Landgraf.