Das Resultat von 7:1 deutet auf einen klaren Sieg der Burgkunstadter Bayernliga-Kegler hin. Doch 60 Wurf vor Schluss lagen die Oberpfälzer mit 5:3 vorn. Kurios, aber das gibt der Modus über 120 Wurf her. Die gut 60 Zuschauer auf der Baur-Bahn, darunter zehn Fans aus Eschlkam, sorgten für eine tolle Atmosphäre und bekamen packende Duelle geboten.

Am Ende wahrten die Gastgeber ihre weiße Weste auf der Heimbahn. Damit gelang der Sprung auf den dritten Platz. Da der Polizei-SV Bamberg überraschend bei Schlusslicht Fürth mit 3:5 verlor, ist der Rückstand auf die Spitze auf zwei Zähler geschrumpft. Allerdings kann Luhe-Wildenau noch an die Spitze springen. Das Spiel der Oberpfälzer in Kulmbach wurde wegen Schneechaos in Luhe auf den 3. März verlegt. Baur SV Burgkunstadt - SKK Eschlkam 7:1

2412 Holz wurden in den beiden Duellen zu Beginn erzielt. Die Begegnung der Verfolger begann auf höchstem Niveau. Burgkunstadts Patrick Kalb kam allerdings schwer aus den Startlöchern. Trotz guter 290 Holz lag er mit 0:2 zurück, vor allem weil der nicht ganz so hoch eingeschätzte Florian Pfeffer mit 161 und 170 unglaublich stark begann. Kalb kämpfte sich aber mit tollen 114 Vollen und 157:150 heran. Doch sein mit 240 stark abräumender Kontrahent war einfach zu stark und triumphierte in drei Sätzen bei 627:589.

Wesentlich besser lief es bei Peter Zapf gegen Josef Preisinger, denn bei einer 2:0-Satzführung und 301:271 sah alles nach einem lockeren Sieg für den Baur-Kapitän aus. Allerdings setzt Preisinger mit 164 in Satz drei nochmals ein Ausrufezeichen. Zapf war gefordert und schlug postwendend zurück. Mit 158 Holz kam er auf die Heimbestmarke von 616 Kegel (225 geräumt) und siegte mit 3:1.

Michael Carl schlägt "Ungeschlagenen"

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Somit zeigte der Computer ein 1:1 an und mit Thomas Pfeffer hatten die Oberpfälzer noch ein Ass im Ärmel. Der hat in dieser Saison noch kein Duell verloren. Michael Carl brachte ihm aber den ersten Fleck auf seiner weißen Weste bei. Carl kam zwar nicht gleich in Schwung, doch im zweiten Satz war er voll da, räumte 63 ab und glich mit 158:148 aus. Die dritte Bahn sicherte sich der Gast mit einem Holz. Doch dem Kampfgeist des Burgkunstadters musste er sich geschlagen geben. Der sicherte sich dank 222 Holz im Spiel auf die Einzelnen den verdienten 584:567-Sieg.

Noch enger ging es auf den Nachbarbahnen zu, wo Sebastian Krötter eine seiner besten Leistungen im Baur-Dress bot. Gegen Josef Utz zog Krötter nach einem Remis in Satz 1 auf 297:281 davon. Dann drehte der Eschlkamer den Spieß um und nach drei Sätzen stand es unentschieden. Der junge Burgkunstadter behielt aber die Nerven und gewann den letzten Durchgang mit neun Holz.

Eine Niederlage droht

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Die Gastgeber führten mit 3:1 und 24 Holz. Der Vorsprung war jedoch nach den ersten beiden Sätzen von Johannes Partheymüller (gegen Manuel Klier) als auch bei Harald Zapf (gegen Michael Schwarz) dahin. Zu diesem Zeitpunkt hatten beim virtuellen 3:3 die Gäste mit 14 Holz die Nase vorn. Was dann kam, das kann kein Hitchcock besser inszenieren: 145, 146, 155 und 163 legte das Baur-Schlusspaar nach. Die Fans waren schier aus dem Häuschen. Wurf um Wurf holten sie auf und gewannen bei Satzgleichstand ihre Duelle mit sechs beziehungsweise zwei Holz. Mit 579:573 triumphierte Partheymüller und mit 553:551 zockte der Routinier im Baur-Dress das Match nach Hause. tc

Die Statistik

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Baur SV Burgkunstadt - SKK Eschlkam 7:1

(12,5:11,5 Sätze; 3492:3460 Holz) P. Kalb - F. Pfeffer 1:3 (589:627) P. Zapf - Preisinger 3:1 (616:580) M. Carl - T. Pfeffer 2:2 (584:567) S. Krötter - Utz 2,5:1,5 (571:562) J. Partheymüller - Klier 2:2 (579:573) H. Zapf - Schwarz/Maller 2:2 (553:551)