Den ersten Podiumsplatz in diesem Jahr 2018 hat der Michelauer Profi-Triathlet Andreas Dreitz belegt. Bei seinem zweiten Rennen wurde der 29-Jährige beim Ironman 70.3 in Marbella Dritter. Zehn Kilometer vor dem Ziel lag Dreitz noch in Führung. Doch die schnellen Läufer hinter ihm holten den Oberfranken noch ein.
Und die beiden sind wahrlich keine Laufkundschaft. Es gewann David McNamee, immerhin Dritter bei der Ironman-Weltmeisterschaft 2017 auf Hawaii. Der Brite gewann zeitgleich nach 3:57:47 Stunden im Zielsprint vor dem Amerikaner Chris Leiferman, der auch schon etliche Halbdistanz-Rennen gewonnen hat. Dreitz hatte am Ende 56 Sekunden Rückstand auf das Duo.
Der für das Team Erdinger-alkoholfrei startende Michelauer war mit seiner Leistung zufrieden. Als 13. stieg er mit nur 52 Sekunden Rückstand auf den schnellsten Schwimmer Daniel Baekkegard aus dem Wasser. 50 Sekunden vor Dreitz kam der spätere Sieger McNamee aus dem Mittelmeer. Die Schwimmstrecke war aufgrund von hohen Wellen etwas verkürzt.


Starke Leistung auf dem Rad

Auf seiner neuen Rennmaschine kam Dreitz zunächst nicht in Tritt. Der erste Anstieg kam zu früh, doch nach wenigen Kilometern schloss er zur Gruppe um McNamee auf und fuhr aus der Spitzengruppe heraus. Zum Michelauer gesellte sich der Franzose Romain Guillaume. "Romain ist ein symphytischer Kerl. Ich habe mich gefreut, mit ihm zusammen die Führung zu übernehmen", sagte Dreitz hinterher. Rund zwei Minuten Vorsprung hatte das Duo nach den 90 bergigen Kilometern beim Wechsel auf die Halbmarathonstrecke zu den Verfolgern McNamee und Leiferman. Die anderen deutschen Starter verloren viel Zeit. Markus Rolli hatte rund fünf Minuten Rückstand, Boris Stein, der das Rennen nicht beendete, sogar zehn auf Dreitz. Sie stellten für den Oberfranken also keine Gefahr mehr dar.


Dreitz schnell auf sich alleine gestellt

Guillaume hielt mit dem Lauftempo von Dreitz nicht mit und wurde schnell von den beiden Verfolgern eingeholt. Dreitz hielt seinen Vorsprung zunächst.
Nach sechs Kilometern hatte er nur 15 Sekunden eingebüßt. Doch Leiferman und McNamee drückten aufs Tempo, liefen die gesamte Strecke Schulter an Schulter. Nach zehn Kilometern war Dreitz' Vorsprung auf 70 Sekunden geschrumpft. Drei Kilometer vor dem Ziel liefen der Brite und der Amerikaner an Dreitz vorbei.


Zielfoto entscheidet

Der Sieger wurde letztlich im Zielfoto ermittelt. McNamee lag wenige Zentimeter Leiferman. Dreitz wurde souverän Dritter. Guillaume kam knapp drei Minuten hinter dem 29-Jährigen ins Ziel. "Das Rennen hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Die Strecke ist wirklich toll. Außerdem war ich in allen drei Disziplinen gut unterwegs, obwohl ich nicht die besten Beine hatte", sagte der Michelauer.
Zweitbester Deutscher wurde der Bamberger Felix Hentschel auf Platz 9 vor Christian Kramer, Markus Thomschke, Johannes Moldan und Markus Rolli. Das Rennen der Frauen gewann Dreitz' Teamkollegin Laura Philipp mit sechs Minuten Vorsprung.