Der 30-jährige Profi vom Team Erdinger-alkoholfrei wurde in Heilbronn Vierter. Für die Profis ging es dabei nicht nur um den Sieg bei diesem Wettbewerb der Challenge-Serie sondern auch um die deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz. Den Titel holte sich Sebastian Kienle vor Florian Angert und Ruben Zepunkte.

Rund 2500 Altersklassenathleten waren am Start, davon bei den Profis 50 Männer und 16 Frauen. Bei den Männern lag, wie zu erwarten war, nach 1,9 Kilometern im Neckar der starke Schimmer Florian Angert vorn. Der kam mit einigen hundert Metern Vorsprung vor den Favoriten nach 24:13 Minuten als Erster in die Wechselzone. Nur der Ire Christopher Mitnern blieb an Angert dran. Auch der ehemalige Radprofi Ruben Zepuntke gehörte nach dem Schwimmen zur Führungsgruppe.

Dreitz in Lauerstellung

Nach 23 von der 84 Kilometer langen Radstrecke übernahm Sebastian Kienle die Führung. Auch Zepuntke und Andreas Dreitz zogen an Angert vorbei und fuhren auf Rang 2 und 3. Mitfavorit Maurice Clavel musste wegen eines Defektes das Rennen aufgeben. Auf der anspruchsvollen Radstrecke mit 1030 Höhenmetern setzte sich Zepuntke zwischenzeitlich knapp vor Kienle an die Spitze des Feldes.

Kienle mit starker Laufleistung

Mit der drittschnellsten Radzeit des Tages (2:00:59 Stunden) kam Kienle als erster Athlet in die zweite Wechselzone. Dreitz und Ruben Zepuntke, der mit 2:00:49 Stunden den schnellsten Radsplit des Tages fuhr, wechselten beide neun Sekunden hinter Kienle auf die 21 Kilometer lange Laufstrecke. Angert ging mit einem Rückstand von 1:27 Minuten den Halbmarathon an.

Kienle hatte im Winter mit seinem neuen Trainer Philipp Seipp gut gearbeitet und zeigte bereits vor zwei Wochen beim Ironman 70.3 St George als Siebter ein gute Leistung.

Kienle setzte Dreitz und Zepuntke gleich unter Druck. Während der Michelauer das Tempo des Titelverteidigers mitging, lief Zepuntke deutlich langsamer an. Bald hatte der stark laufende Angert den Radspezialisten im Blick und ebenso schnell überlaufen. In der zweiten der drei Laufrunden musste sich Dreitz der Übermacht von Kienle beugen.

Zepunkte mit kluger Renneinteilung Dritter

Anschließend musste der Oberfranke Angert und auf den letzten Kilometern auch noch den klug laufenden Zepuntke ziehen lassen. Kienle kam mit einer Laufzeit von 1:13:30 nach 3:45:41 Stunden als Sieger und neuer deutscher Meister über die Mitteldistanz ins Ziel. Angert beendete das Rennen als Vizemeister nach 3:48:22 Stunden. Zweieinhalb Minuten später lief Zepunkte als Dritter ein, 44 Sekunden vor Dreitz. der eine Halbmarathonzeit von 1:19:18 Stunden aufzuweisen hatte.us