Der AC Lichtenfels hat seinen ersten Neuzugang für die kommende Saison in der Ringer-Bundesliga präsentiert. Zum Oberliga-Meister kommt Bastian Hoffmann. Der 26-Jährige kommt vom oberfränkischen Bayernliga-Meister WKG Bindlach/Bayreuth, der allerdings sein Aufstiegsrecht in die Oberliga nicht wahrnahm.

Dominik Sohn bleibt

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Nachdem Mario Petrov und Joszef Andrasi bereits für 2019 verlängert haben, hat nun auch das Lichtenfelser Eigengewächs Dominik Sohn sein Zusage für die neue Runde gegeben. Der 22-jährige Lichtenfelser wird die Gewichtsklasse 66 und 71 Kilo Freistil besetzen.

Ferner wird Krum Chuchurov dem Kader angehören. Der Bulgare geht bereits in seine sechste Saison beim ACL. Der 28-Jährige laboriert seit knapp zwei Jahren an einer schweren Fußverletzung und musste sich Ende des vergangenen Jahres erneut operieren lassen. Sollte sich der Gesundheitszustand bis zum Beginn der Saison wieder normalisieren, so kann sich das Trainergespann Venelin Venkov/Ali Hadidi wieder über spektakuläre Kämpfe des Freistilringers in der 66- und 71-Kilo-Klasse freuen.

Hoffmann ein Ur-Bindlacher

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Bastian Hoffmann stand sein Leben lang für den ASC Bindlach auf der Matte und hat schon einige Jahre Bundesligaerfahrung gesammelt. Er wird neben Dominik Sohn und Krum Chuchurov in den Gewichtsklassen 66 und 71 kg Freistil zum Einsatz kommen. "ACL-Freistilcoach Ali Hadidi kennt Bastian schon ewig und hält große Stücke auf ihn", sagt der Lichtenfelser Mannschaftsführer Heiko Scherer. Hadidi freut sich über einen "guten Charakter", der einwandfrei ins Team passe. "Er ist trotz seiner noch jungen 26 Jahre schon sehr erfahren, flexibel einsetzbar und wird uns sicherlich helfen", sagt Hadidi. Hofmanns Bilanz der letzten drei Jahre in der Oberliga und der Bayernliga ist famos: 33 Kämpfe - 33 Siege! Wir sprachen mit dem Neuzugang:

Sie waren die letzten zehn Jahre ein fester Bestandteil der Bindlacher Mannschaft und dort eigentlich nicht mehr wegzudenken. Was hat dennoch den Ausschlag für einen Wechsel zum ACL gegeben und wie kam der Kontakt zustande?

Bastian Hoffmann: In Bindlach war ich tatsächlich ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Mit den Teamkollegen bin ich zusammen groß geworden. Wir konnten uns auf den anderen verlassen. Wahrscheinlich war das der Grund in den letzten Jahren für uns, nie einen Wechsel zu einer anderen Mannschaft in Betracht zu ziehen. Allerdings haben sich in den letzten zwei Jahren die Umstände sowie die Mannschaft geändert. Ausschlaggebend für den Wechsel war letztlich, dass ich für mich persönlich entschieden habe, dass ein Tapetenwechsel für mich das Beste ist. Die Entscheidung wurde mir durch meine neuen Teamkollegen, die mich mit offenen Armen empfangen haben, sehr leicht gemacht. Aber auch meine Bindlacher Kameraden haben meine Entscheidung nicht nur akzeptiert, sondern mich auch dazu ermutigt und mich unterstützt! Der erste Kontakt aus Lichtenfels kam vom ACL-Teamkapitän Christoph Meixner, der mich kurz vor Weihnachten angerufen hat und mir gesagt hat, dass er gerne mit mir in einer Mannschaft ringen würde. Daraufhin bekam ich einen Tag später den Anruf von Heiko Scherer. Und ganz ehrlich, direkt beim ersten Gespräch habe ich die Wertschätzung, die mir entgegengebracht wurde, gespürt. Auch die offene und ehrliche Kommunikation finde ich toll!

Wie schwer ist Ihnen der Wechsel gefallen?

Dazu fällt mir ein Sprichwort ein: Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln. Wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel. In Bindlach sind meine Wurzeln; ich bin auch dankbar für die lange gemeinsame Zeit und die Erfahrungen. Aber nun war es an der Zeit, loszufliegen.

Sind der ACL und der ASC Bindlach vergleichbar?

Ja, auf jeden Fall! Ich denke, dass in beiden Vereinen der Ringer nicht nur eine austauschbare Gewichtsklasse, sondern ein Mensch ist, der wertgeschätzt wird. Der ACL und der ASC sind in meinen Augen zwei Vereine, die viel Wert auf Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Harmonie legen.

Was haben Sie bisher mit dem ACL verbunden?

Ich war schon als kleiner Ringer bei vielen ACL-Kämpfen und hab jedes Mal die Atmosphäre in der Halle und die Fans bewundert. Schon damals habe ich mir vorgestellt, hier einmal aktiv zu werden.

Welche Rolle möchten Sie innerhalb Ihrer neuen Mannschaft einnehmen?

Ich möchte für die Mannschaft so viele Punkte wie möglich erkämpfen und klar - möglichst viel gewinnen. Aber wir alle wissen, dass wir hier von der Bundesliga reden. Also bin ich realistisch und würde sagen, dass ich mein Bestes gebe und wir am Ende der Saison nochmal über die Bilanz reden. red