In der Schach-Bezirksoberliga hat die zweite Mannschaft der SG Michelau/Seubelsdorf gegen den SK Weidhausen I einen klaren und ungefährdeten 5:3-Auswärtssieg gelandet. Damit liegt die SG-"Zweite" nur einen Zähler hinter dem punktgleichen Führungstrio aus Kirchenlamitz, Weidhausen und der "Ersten" aus dem eigenen Verein. Drei Spieltage vor Saisonende ist das Titelrennen damit völlig offen.


Drei "Kurzpartien" zu Beginn

Wie schon in der vorhergehenden Runde endeten die ersten drei Spiele erneut als Kurzpartien, diesmal aber jeweils mit friedlichem Ausgang. In der Partie von Uwe Voigt brachen sich Attacken auf unterschiedlichen Flügeln an zäh verteidigten Schlüsselfeldern. Beide Seiten waren daher zufrieden, als sie sich mit einer Remisschaukel aus der verfahrenen Affäre ziehen konnten.
Hartmut Schmidt stemmte sich allen Angriffsversuchen entgegen, was zu einer Position führte, in der niemand mehr große Fortschritte machte.
Matthias Bergmann rang zwar um die Initiative auf beiden Brettseiten, vermochte gegen eine ruhige Auffangstellung jedoch nichts auszurichten.


Zu viel Zeit verbraucht

Auch die erste längere Partie sah keinen Sieger. Mannschaftskapitän Kilian Mager verbrauchte viel Zeit zur Berechnung komplexer Varianten und sah sich daher zu einem Remisangebot veranlasst, das der Gegner wohlweislich annahm.
Marko Hofmann suchte von Anfang an die Konfrontation am Königsflügel. Nachdem sich der feindliche Monarch in die entgegengesetzte Richtung in Sicherheit gebracht hatte und die meisten Angriffsfiguren abgetauscht waren, kam es aber auch hier zu einer Punkteteilung.


Gebhardt holt den ersten Punkt

Umso wichtiger war die Entscheidung, die an Brett 6 fiel: Christian Gebhardt erkämpfte sich ein freieres Spiel, das es ihm gestattete, mit einer kleinen Kombination einen Bauern zu gewinnen. Diesen Vorteil setzte er erst in einem Läufer- und dann in einem Bauernendspiel souverän um.


Schulze macht den Sieg perfekt

Mit einem weiteren Sieg verschaffte Harald Schulze den Michelauern die siegbringenden viereinhalb Punkte: In filigraner Kleinarbeit fügte er an Brett 4 dem Gegner zwei festgelegte Bauernschwächen zu, die im Endspiel einen zwar langwierigen, aber sicheren Erfolg garantierten.
Am Spitzenbrett riss Michal Michalek unter Bauernopfer die gegnerische Königsstellung auf und aktivierte seine Figuren, erreichte aber gegen eine umsichtige Verteidigung nur ein Dauerschach.
Der klare 5:3-Sieg gegen den Tabellenzweiten beließ die SG-"Zweite" auf dem vierten Rang. In einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann, bleibt noch alles offen, auch wenn die Michelauer mit den jüngst gezeigten Ergebnissen der gewiss weiterhin turbulenten Abschlussphase zuversichtlich entgegengehen darf. uv