Am Ende fiel der 35:21-Erfolg des TV Weidhausen im Lokalderby der Bezirksoberliga gegen die TS Lichtenfels vielleicht ein bisschen zu hoch aus. Bis zum 11:11 in der ersten Hälfte entwickelte sich ein umkämpftes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Schließlich war die personelle Situation bei den Gästen nicht so dramatisch, wie es unter der Woche noch den Anschein gehabt hatte.


Bezirksoberliga, Männer

TV Weidhausen -
TS Lichtenfels 35:21

Immerhin elf Spieler standen dem Lichtenfelser Trainer Uli Hillebrandt zur Verfügung. Das Aufgebot bei Weidhausen war mit dreizehn Akteuren etwas komfortabler, doch auch dem TVW-Trainer Frank Steinberger fehlten wichtige Leute.
Während bei Lichtenfels hauptsächlich Jonas Höfner und Wolfgang Schulze in der Offensive die Akzente setzten, war Weidhausen hier wesentlich breiter aufgestellt. Im heimischen Team gaben ein treffsicherer Daniel Recknagel, die drei Büttner-Brüder und Jan Dirk de Roij den Ton an.
Das merkte man vor allem in der zweiten Spielhälfte, in der Weidhausen nach dem 15:13-Pausenstand davonzog. Binnen weniger Minuten stand es 20:13 für die Gastgeber, die die Partie nicht mehr aus der Hand gaben. Auch der wiederholte Torwartwechsel bei Lichtenfels konnte daran nichts ändern. Weidhausen war im Grunde auf allen Positionen torgefährlicher, insbesondere über die Außen.
Sonderbeifall des Publikums verdiente sich Weidhausens Torhüter Tom Zapf, der bei sechs Strafwürfen für die TS Lichtenfels nur drei Treffer zuließ. Umgekehrt betrug die Siebenmeterausbeute beim TV Weidhausen einhundert Prozent (3/3).
Zu oft waren auch die Lichtenfelser Angreifer auf sich allein gestellt. Die Abwehr der Heimmannschaft agierte effizient, mehrfach rannten sich die Lichtenfelser Angreifer bei 1:1-Situationen fest oder der Verlegenheitswurf fand nicht den Weg ins Ziel.
Schon fünfzehn Minuten vor Schluss war der Vorsprung des TV Weidhausen auf zehn Tore gewachsen (26:16). Die Partie war entschieden, auch wenn beide Teams weiterhin einsatzfreudig kämpften und so den zahlreichen Zuschauern ein packendes und sehenswertes Spiel lieferten.
Doch die Gäste hatten nichts mehr zuzusetzen. Beim 30:14 hatte die Heimmannschaft einen überaus komfortablen Vorsprung herausgearbeitet, der durch die Konter und spektakulären Treffer von Florian und Christian Büttner die Fans des TV Weidhausen jubeln ließ. Im Lager der TS Lichtenfels war es gleichzeitig recht ruhig geworden.
Die letzte Spielminute wurde von den Fans des TV Weidhausen mit rhythmischem Klatschen gefeiert. 35:20 zeigte die Anzeigentafel als der Schlusspfiff ertönte, aber der letzte Strafwurf musste noch ausgeführt werden. Der Treffer zum 21:35 war jedoch nur ein schwacher Trost für den sieglosen Tabellenletzten für den die Lage immer prekärer wird.
TVW: S. Büttner (7/3), Recknagel (6), F. Büttner (6), C. Büttner (5), Tim Pechauf (3), de Roij (4), C. Freitag, D. Kinzel, F. Querfeld, M. Werwein (je 1)
TSL: Schulze (6), Höfner (7/1), Rießner (3/2), Söllner (2), Mahler, Schröck, Opitz (je 1)


Bezirksklasse Mitte, Männer

TV Weidhausen II -
TS Lichtenfels II 28:22

Die Personalnot der Korbstädter war spürbar. Auf der Auswechselbank herrschte gähnende Leere. Bis zum 9:9 hielten die Lichtenfelser mit, zehn Minuten vor der Pause machten sich aber konditionelle Probleme bemerkbar. Die Gastgeber gingen mit 17:11 in Führung. Von diesem Rückstand erholten sich die TSler auch in den zweiten dreißig Minuten nicht mehr. Am Ende unterlagen sie der TVW-Reserve mit 22:28 Toren.