Letztlich entschieden die Schlussbahnen über Sieg oder Unentschieden. Allein Florian Bischoff zauberte Unglaubliches auf seiner letzten Bahn.


Bürgermeister begeistert

Begeistert war auch Staffelsteins Bürgermeister Jürgen Kohmann: "Ich bin sehr überrascht, dass das 120-Wurf-Spiel so spannend ist. Früher war es schon nach dem Startpaar entschieden. Heute bleibe ich, so lange es geht, um die spannenden Duelle zu sehen, wie jetzt gegen Amberg." Über das SKC-Team sagte das Stadtoberhaupt: "Der SKC hat dieses Jahr eine starke Mannschaft und will noch etliches erreichen. Hierzu wünsche ich dem Kegelclub viel Glück. Auch die Neuzugänge haben sich perfekt in die Mannschaft integriert und spielen sehr stark."


Zeitler gegen seinen Ex-Verein

Jürgen Zeitler, der gegen seinen alten Verein kegelte, blieb nach konstantem, aber kämpferischem Spiel mit 143, 142, 145 und 160 bei 590 Holz hängen. Sein Gegner, Daniel Baier, punktete lediglich auf der ersten Bahn und unterlag mit 158, 128, 140 und 141 seinem alten Teamkameraden mit 1:3 Sätzen. Torsten Reiser hingegen hatte von Beginn an den Amberger im Griff. 157 und 160 erspielte sich der Adam-Riese-Städter auf den ersten beiden Durchgängen. Dem hatte Michael Wehner mit 127 und 137 nichts entgegenzusetzen. Reiser gewann auch die Sätze 3 und 4 klar mit 155:142 und 155:147, was am Ende ein deutliches 622:553 ergab.


Mittelpaarung dreht das Spiel

Jaroslav Hazva hatte mit seinem Gegner Andreas Schwaiger das stärkste Los gezogen. Die erste Bahn ging mit 143:151 an den Gast. Hazva glich mit 162:147 aus. Der dritte Durchgang war hart umkämpft, doch der SKCler behielt mit einem Neuner auf den letzten Würfen mit 162:161 die Oberhand. Jedoch brach Hazva auf seiner letzten Bahn ein. Schwaiger behielt die Nerven, gewann mit 147:135 und holte sich bei Satzgleichheit mit 606:602 Gesamtholz den Mannschaftspunkt.
Im anderen Duell verlor SKC-Neuzugang Cosmin Craciun gegen Matthias Hüttner, der die Gasse besser traf, mit 152:154 und 144:152 die ersten beiden Sätze. Craciun nutzte die schwächere dritte Bahn von Hüttner und punktete mit 157:123. Anschließend gab der Gästeakteur jedoch erneut Gas. Mit starken 63 Kegel im Abräumen (147:159) hatte der SKCler keine Chance und musste trotz der besseren Holzzahl von 600:588 den Punkt abgeben.


Ein Zähler fehlte noch

Nun galt es für das Schlusspaar, mindestens einen Zähler zu holen, um nicht in ein 4:4 zu rutschen. Florian Bischoff überrumpelte Bernd Klein gleich mit 166:151. Auch Jiri Vicha gewann, zwar mit etwas Glück, Satz 1 mit 148:146 gegen Wolfgang Häckl. Wichtig war, dass Vicha mit dem folgenden 159:142 den Gegner unter Druck setzte.


Bischoff wird zum Tagesbesten

Bischoff haderte dagegen mit seiner zweiten Bahn und musste mit 144:150 den Ausgleich hinnehmen. Dennoch kämpfte der Staffelsteiner weiter und holte mit 157:128 Satz 3 und zog im vierten Durchgang gleich mit 118 in die Vollen (172:151) seinem Gegner den Zahn. Mit 639 war Bischoff auch der Tagesbeste.
Vicha lag im dritten Satz sechs Wurf vor Schluss mit fast 20 Keilen vorne, doch Häckl ließ mit zwei Neunern die Zuschauer zittern. Am Ende atmeten die SKCler auf, da sich beide mit 148 Holz den Punkt teilten. Der Verlust des letzten Satzes war daher zu verschmerzen.


Die Statistik

SKC Staffelstein - FEB Amberg 6:2
(15,5:8,5 Sätze, 3646:3476 Holz)
Zeitler - Baier 3:1 (590:567)
Reiser - Wehner 4:0 (622:553)
Hazva - Schwaiger 2:2 (602:606)
Craciun - Hüttner 1:3 (600:588)
Bischoff - Klein 3:1 (639:580)
Vicha - Häckl 2,5:1,5 (593:582)