Als der Weltmeister von 2015, Frank Stäbler (75 kg, gr.) im vorletzten Duell der Finalbegegnung um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft zwischen dem KSV Ispringen und dem SV Germania Weingarten einen 0:2-Rückstand gegen den Serben Aleksandar Maksimovic in einen 3:2-Punktsieg drehte, gab es kein Halten mehr auf der Germania-Trainerbank. Nach 2011 und 2012 war der dritte Titel der Vereinsgeschichte damit perfekt.
Der Schultersieg von Ispringens Khakhaber Khubezhty (75 kg, Fr.) über Georg Harth ging im Weingartener Jubel unter. Der KSV Ispringen gewann zwar das zweite Finale vor knapp 2000 Zuschauern in der Bertha-Benz-Arena Pforzheim mit 13:11, doch hatte Weingarten aus dem Hinkampf ein Vier-Punkte-Polster, das letztlich den Ausschlag zum 24:22-Gesamterfolg gab.


Ispringer patzten

War es im Hinkampf Weingarten, das Punkte vergab, so waren es diesmal die Schützlinge von KSV-Trainer Bernd Reichenbach, die patzten. Im Schwergewichtskampf (bis 130 kg) kam der Luckenwalder Nick Matuhin, der in dieser Saison erstmals für den KSV auflief, gegen den 30 Kilo leichteren, aber schnellen und sehr wendigen Magomedgadzhi Nurov nicht zurecht. Statt eines erhoffen, klaren Punktsieges, gelang Matuhin nur ein knapper 7:6-Erfolg. In der 98-Kilo-Klasse ging Ispringens Ardo Arusaar gegen Oliver Hassler mit 6:0 in Führung, musste am Ende aber mit einem 6:2 zufrieden sein, was nur ein 2:0 in der Gesamtwertung bedeutete.
Michael Kaufmehl (86 kg, Fr.) revanchierte sich für die 4:6-Niederlage aus dem Hinkampf gegen Weingartens William Harth mit 4:3. Mehr als ein 4:0 von Zakarias Berg (86 kg, gr.) gegen Weingartens Jan Rotter hatten sich die KSVler im drittletzten Kampf schon erhofft. So lasteten Ispringens Meisterschaftshoffnungen vor den letzten beiden Weltergewichtsduellen, angesichts des 10:9-Zwischenstandes für Weingarten, auf den Schultern des Serben Aleksandar Maksimovic. Doch der unterlag Stäbler mit 2:3. jöri