Der letzte Spieltag, an dem die beiden besten Mannschaften der Liga gegeneinander um die Meisterschaft und somit den einzigen Aufstiegsplatz antraten, geriet zu einem Thriller. Letztlich nützte das leistungsgerechte Unentschieden aber nur dem SK Weidhausen, der damit seinen Ein-Punkt-Vorsprung behauptete und als Meister aufsteigt. Der SG Michelau/Seubelsdorf blieb lediglich die Vize-Meisterschaft.


SGler ohne Alfred Hoppe



Unter keinem guten Stern stand das Auswärtsspiel der SG in Weidhausen. Es musste ersatzgeschwächt antreten, fehlte mit Alfred Hoppe doch ein starker Routinier. Er wurde durch Marko Hofmann ersetzt, der in unübersichtlicher Stellung fehl greifen sollte. Überhaupt lagen die Michelauer schnell im Rückstand, denn zwar gelang es Markus Häggberg seinen nominell stärkeren Gegner zu neutralisieren und ein Remis zu erkämpfen, jedoch erlag Alfons Schüpferling einem Anfall von seltener Schachblindheit und übersah unter starken Druck geraten ein einzügiges Matt.

Zu dieser Zeit erhielt Gert Grüner ein Remisangebot seines Gegners, das er in ausgeglichener Stellung ablehnen musste, da nun jede Möglichkeit zum Gleichstand gesucht wurde. Ironie des Schicksals: Grüner musste auf Risiko spielen und verschlechterte seine ausgeglichene Stellung so, dass er noch verlor. Inzwischen hatte aber Bernd Stammberger mit einem Königsangriff durchgeschlagen und einen vollen Punkt geholt. Ebenso wie Andreas Schüpferling, der in Bedrängnis den Mut fasste, ein Materialopfer seines Gegners anzunehmen, sich umsichtig verteidigte und schließlich seinen Materialvorteil zum Sieg nutzte.


Schaller bringt die Führung



Als dann auch noch Edgar Schallers Angriff gegen seinen Weidhausener Widersacher den Sieg brachte, lagen die Michelauer erstmals in Führung. Bis Gert Grüner die Segel streichen musste, weil er durch mannschaftsdienliches Spiel mit seinem König in einen Läufer-Dame-Angriff geriet.

Nun lag es an Klaus Beier, das letzte Spiel zu gewinnen. Tatsächlich lag der Spitzenspieler mit einem Bauern im Turmendspiel vorne. Dieser Mehrbauer aber reichte zum Sieg nicht aus, denn der Gegner flüchtete sich geschickt in eine Remisstellung, worauf Beier seine Gewinnversuche einstellte.

Mit 17:1 Punkten konnten sich somit die Weidhausener vor den mit 16:2 Punkten folgenden Michelauern den Aufstieg sichern. MH


Burgkunstadt siegt kampflos


In der letzten Runde der Bezirksliga West bekam die SSV Burgkunstadt kampflos mit 8:0 die Punkte gegen den TV Ebern zugesprochen. Mit 6:1 Zählern war Johannes Türk der erfolgreichste Spieler seines Teams.

Die dritte Mannschaft der SG Michelau/Seubelsdorf schaffte in der Kreisliga durch eine Energieleistung den Aufstieg, denn im "Endspiel" bei der SSV Burgkunstadt II sorgte ein 4,5:3,5-Sieg für klare Verhältnisse. Doch auch die Schuhstädter könnten als Zweiter von ihrem Aufstiegsrecht Gebrauch machen.

Während sich auf Burgkunstadter Seite Thomas Müller gegen den Michelauer Rolf Burkhardt und Franz Hirtreiter (B) gegen Jürgen Dominik durchsetzten, teilten sich in den Partien von Wolfgang Karol gegen und Karl Heinz Seubold , Alfred Schmidt gegen Peter Hohlweg sowie Alfons Burger gegen Michael Biesenecker die Spieler die Punkte.

Niederlagen kassierten die Burgkunstadter Matthias Müller (gegen Holger Köhler), Tobias Bär (gegen Gerd Backert) und Manfred Hildebrandt (gegen Alfons Siebert). Eifrigster Punktesammler auf Burgkunstadter Seite war in dieser Saison Alfons Burger, der 6,5 Zähler aus acht Partien holte.