Nach dem 10:9-Sieg nach Verlängerung über Anadoluspor Coburg in Runde 1 und dem 3:0 am Samstag vor 670 Zuschauern in Theisenort über den FC Burggrub feierten die SCWler den Sprung nach oben. Dies und auch den Aufstieg der Reserve in die Kreisklasse feierten die Weismainer am Abend mit einer Fahrt durch die Jurastadt auf einem Tieflader.

Riesenchance für Burggrub

Es war die 12. Min., als sich SCW-Torhüter Johannes Püls im Eins-gegen-Eins-Duell mit dem auf ihn zueilenden Stefan Theimer lang und die sehr gute Gelegenheit der Burggruber letztlich mit einem klasse Reflex zunichte machte. Wer weiß, wie die Partie sonst gelaufen wäre.
Doch Püls blieb in einer von nur wenigen brenzligen Situationen, die der SCW zu überstehen hatte. Während der gesamten 90 Minuten präsentierten sich die Jungs um Trainer Helmut Grundmann als die ballsicherere und aktivere Mannschaft. Aus einer soliden Defensive um die bärenstarken Herzog, Hümmer und Kremer heraus kombinierten sich die Weismainer mit sicherem Kurzpasspiel durch die Reihen des Vizemeisters der Kreisklasse Kronach.

Burggrub mit langen Bällen gefährlich

Zwei Drittel des Geschehens fanden in der Burggruber Hälfte statt. Burggrub enttäuschte keineswegs, war nach langen Bällen auch das ein oder andere Mal gefährlich, hatte jedoch limitiertere spielerische Mittel als der SCW. Waren dessen Torgelegenheiten der ersten halben Stunde noch von der mittelgroßen Sorte, gab es kurz vor der Pause zwei der Marke Großchance: Nachdem sich Fehlberg auf rechts durchgesetzt und in den Strafraum geflankt hatte, sprang die Kugel über Umwege zu Dauer, dessen Direktschuss aus 16 m haarscharf vorbei strich (38.). Und in der 43. Min. fehlten Dietz nach Pass von Halbhuber in die Schnittstelle der Abwehr ebenso nur Zentimeter.

Dauer lauert und schiebt ein

Nach der Pause aber sollte es klappen: Dietz setzte sich gegen mehrere Gegenspieler durch, passte von der Grundlinie lehrbuchreif zurück an die Strafraumkante, wo Dauer bereits darauf wartete, das Leder zur hochverdienten Führung einzuschieben (51.). Wer nun jedoch dachte, dass sich die Burggruber ihrem Schicksal ergeben würden, sah sich getäuscht. Die Elf um Spielertrainer Christian Grünbeck, der seine Liberoposition nun mehr und mehr offensiv interpretierte, hatte im Anschluss ihre beste Phase. Einige gefährliche Flanken und Eckbälle segelten nun durch den SCW-Strafraum. Meist jedoch wurden die Angriffsversuche der Burggruber im letzten Moment unterbunden, richtig gefährlich zum Abschluss kam der FCB auch in seiner rund 15-minütigen Drangperiode nur zweimal. Zäther narrte zwei Gegenspieler, zirkelte dann jedoch knapp am Toreck vorbei (62.) und einen Kopfball von C. Grünbeck entschärfte Püls (69.).

"Joker" Herold sorgt für das 2:0

Danach hatte der FCB sein Pulver verschossen. Es ergaben sich durch die gelockerte Defensive des Kronacher Vertreters mehrmals gute Kontergelegenheiten für den SCW. Der eingewechselte Herold nutzte in der 78. Min. eine Burggruber Nachlässigkeit aus, stibitzte zwei Gegenspielern die Kugel und schob aus halbrechter Position eiskalt ein. Und nur wenig später die endgültige Entscheidung.
Torwart Püls fing eine Burggruber Ecke ab und den Abschlag blitzschnell aus. Am anderen Ende des Spielfeldes nahm Stürmer M. Will die Kugel auf, schüttelte einen Burggruber im Laufduell ab und schob aus zwölf Metern unhaltbar für FCB-TW Sünkel ein (82.).Was folgte war die Vorbereitung der Feierlichkeiten. as