Eine bittere Niederlage haben die Landesliga-Handballerinnen des TV Weidhausen gegen den HC Sulzbach-Rosenberg hinnehmen müssen. Schlusslicht HG Kunstadt zog beim Spitzenreiter FC Nürnberg mit 22:26 den Kürzeren.

TV Weidhausen -
HC Sulzbach 27:28
Die als klarer Außenseiter in die Partie gegangenen Weidhausenerinnen überraschten von Beginn an mit einer couragierten Leistung. Die Oberpfälzerinnen zeigten immer wieder Unsicherheiten in der Ballbehandlung, was ihren Trainer Wolfgang Scharnowell an der Außenlinie zur Weißglut trieb. Immer wieder legten die Gäste nun einen Treffer vor, doch Weidhausen konterte postwendend. In Unterzahl eroberte sich der TVW den Ball (13:12), und mit einer starken Leistung von Yvonne Lang sicherte sich Weidhausen in der Schlusssekunde der ersten Hälfte schließlich die 14:13-Pausenführung.
Durch drei Tore in Serie holte sich sich der Tabellenzweite die Führung zurück und lag wenig später mit 19:16 vorn. Mit Treffern von Stefanie Hergenröder, Nora Streicher und Marion Held hielten die Gastgeberinnen den Anschluss (21:22) und glichen kurz darauf zum 23:23 aus.
In einer Auszeit 20 Sekunden vor Schluss stellte Gästetrainer Scharnowell sein Team auf den letzten Angriff ein. Diesen Vorteil nutzten die HClerinnen zum Siegtreffer. Im Gegenzug traf Sarah Pack nur den Außenpfosten. kag
TVW: Hergenröder (9/6), Lang (4), Streicher (4), Bauer (3), Pack (3), Held (2), Klihm (1), Fichtel (1)
FC Nürnberg -
HG Kunstadt 26:22
Trotz des drohenden Abstiegs kämpfen die Frauen der HG Kunstadt Woche für Woche im Training und auf dem Feld weiter. Und immer wieder spielen sie gut, doch zum Sieg reichte es auch gegen den Tabellenführer FC Nürnberg nicht. Die Kunstadterinnen wussten nicht so recht, wie sie die 22:26-Niederlage einordnen sollten. Denn über zwei Drittel der Spielzeit hatte die HG den Klassenprimus im Griff.
An der überraschenden Halbzeitführung von 13:12 hatte Torfrau Irene Dill großen Anteil. Bis dahin hatte der FCN das Tabellenschlusslicht komplett unterschätzt und brauchte immerhin 40 Minuten, um doch noch einen Gang höher schalten zu können. Auf der anderen Seite merkte man der HG gerade bei der 17:15-Führung an, dass sich der Gedanke an eine mögliche Überraschung in den Köpfen festsetzte.
Leider beflügelten diese Aussichten die Mannschaft von Trainer Prediger nicht, sondern genau das Gegenteil trat ein: Es häuften sich die technischen Fehler und plötzlich präsentierten sich die Gastgeberinnen hellwach. Ein Zwischenspurt der Nürnbergerinnen von 15:17 auf 24:17 brachte die Kunstadterinnen binnen zehn Minuten um den verdienten Lohn. mts
HGK: Dill/Thomas - Seufert (5), Pühlhorn (4), Fürst (3/1), Huber (3), Hümmer (3/1), Bornschlegel (2), Baier (1), Schneider (1), Bauer, Röschlein