Die Enttäuschung war allen Beteiligten anzumerken. Eine ohnmächtige Stimmung waberte am vergangenen Samstag durch die AC-Halle. Große Erwartungen setzten die Lichtenfelser Bayernliga-Ringer in den Rückkampf gegen den ASV Au/Hallertau. Die Mannen von Trainer Ali Hadidi wollte sich mit einem Sieg wieder ins Titelrennen bringen. Nach der ernüchternden 9:15-Niederlage sind die Meisterschaftsträume geplatzt. Mit gewissem Abstand und Sportsgeist darf man im Nachhinein den Ringern aus dem Hopfenland gratulieren, für ihre taktische Aufstellung und der cleveren Ringweise.


Mund abwischen und weiter siegen

Mit der Gewissheit, den ersten Tabellenplatz aus eigener Kraft nicht mehr erreichen zu können, heißt es im ACL-Lager Mund abwischen und die ausstehenden Kämpfe gewinnen. Am Samstag fahren die Hadidi-Jungs nach Neumarkt. Die Oberpfälzer stehen mit drei Siegen und acht Niederlagen auf Platz 7.
Den zweiten Platz will man schließlich mit aller Macht verteidigen und keine weitere Pleite mehr erleben. Gewinnen die Korbstädter die restlichen Duelle wird dies auch gelingen, da man gegen die punktgleichen Unterföhringer den direkten Vergleich gewonnen hat.
Dementsprechend konzentriert werden die Lichtenfelser in ihre Duelle gehen. "Wir werden keinesfalls die Neumarkter unterschätzen. Sie haben schon bewiesen, was in ihnen steckt, als sie etwa vor zwei Wochen nur hauchdünn gegen Au/Hallertau mit 14:15 verloren haben", sagt Mannschaftsführer Heiko Scherer. "Es ist eine bittere Pille, die wir schlucken mussten. Aber den Kopf in den Sand stecken werden wir nicht. Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende bringen. Dann werden wir in aller Ruhe rekapitulieren. Man darf hinfallen, jedoch muss man auch immer wieder aufstehen. Das ist unsere Mentalität und ein Versprechen an unsere Fans", fügte Scherer hinzu.


Fanbus fährt nach Neumarkt

In der Vorrunde gewann der ACL gegen Neumarkt knapp mit 15:13. Mit Gerlach (57 kg), Bucsa (61 kg), Tenea (66 kg), Thumshirn (75 kg) und Schmid (75 kg) haben die Oberpfälzer einige starke Athleten in ihren Reihen. Welche Formation der ACL ins Rennen schickt, bleibt wie immer ein gehütetes Geheimnis. Mit den Aufstellungen, wie sie in den letzten Wochen auf der Matte standen, sollten die ACLer schon leicht favorisiert sein.
Der Fanclub wird zum vorletzten Auswärtskampf wieder einen Fanbus einsetzen. Wer sich den Kampf in Neumarkt nicht entgehen lassen möchte, kann ab 15.30 Uhr einen der noch freien Plätze ergattern.


"Zweite" beendet Saison

Bereits ihren letzten Kampf bestreitet die zweite Mannschaft um Trainer Martin Wegner und Mannschaftsführer Roland Hopf in der Gruppenliga. Beide Betreuer legen nach dieser Saison ihre Ämter nieder. Die junge Truppe möchte ihren Betreuern sicherlich den Abschied mit einem Sieg in Marktleugast versüßen. flhü