Sein Landsmann, der Münsteraner Patrick Dirksmeier, triumphiert klar vor vier Dänen.
Die Europameisterschaft der Tritahlon-Challenge-Serie am Samstag im dänischen Herning war nicht das Rennen des Michelauers Andreas Dreitz. Wie der 28-jährige Oberfranke in den sozialen Medien mitteilte, kämpfte er auf dem Rad mit einem steifen Nacken und fand durch dieses Handicap nicht seine Position auf dem Sportgerät, die ihn weiter nach vorne hätte bringen können. Dreitz gab schließlich frustriert auf.


Beine waren gut bei Dreitz

"Ich wünschte, ich hätte eine bessere Leistung zeigen können", sagte Dreitz, der betonte, dass seine "Beine gut waren". Dreitz war als Titelverteidiger von Herning aus dem Vorjahr in Dänemark angetreten.
Das Rennen über die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) wurde von den dänischen Athleten geprägt, doch den Titel holte sich der Deutsche Patrick Dirksmeier aus Münster. Bei den Profi-Frauen feierte die Dänin Camilla Pedersen einen Heimsieg vor den fanatischen Zuschauern in Herning.
So wechselten die beiden Dänen Anders Christensen und Dane Kristian Hogenhaug als Erste auf den abschließenden Halbmarathon, gefolgt von Dirksmeier.


Dirksmeier dominiert beim Laufen

Auf den vier Runden durch die von vielen Zuschauern gesäumte Laufstrecke legte der 33-jährige Deutsche eine tolle Leistung hin. Am Ende hatte Dirksmeier 2:43 Min. Vorsprung auf Kristensen und 3:13 Min. zum Dritten, dem dänischen Sprintmeister Miki Taagholt, der sein erstes Halbdistanzrennen absolvierte. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen mit Thomas Strange und Kristian Hogenhaug weitere Dänen.
Wie viele hatte auch Dirksmeier seinen deutschen Konkurrenten Andi Dreitz auf der Rechnung. "Klar wollte ich aufs Podium, doch ich wusste nicht, ob ich das heute schaffe. Das ist mein größter Moment überhaupt. Es ist unglaublich - ich bin Europameister", sprudelte es aus Dirksmeier nach dem Zieleinlauf heraus.
Dreitz bleibt weiter in Dänemark und bestreitet am kommenden Samstag die Ironman-70.3-Europameisterschaft in Kronborg. Eine Woche nach dem Rennen im slowakischen Samorin, wo der Michelauer Vierter geworden ist, beschließt die EM in Kronborg den vorläufigen Saisonhöhepunkt des 28-jährigen Profis. Das wichtigste Rennen für den Michelauer ist jedoch die 70.3-Weltmeisterschaft im September.